Bild: Marcus Schneider Courtesy Vergrößern
Philip Grözinger: Molloch, 2010, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm.
Ausstellung – Hypernatural auf dem Berlin Kunstcampus Heidestraße: 30. April bis 02. Mai 2010
Nach dem großen Erfolg von „Das Unheimliche“ im Jahr 2009 setzen das KUNST Magazin und der Kurator Florian Müller-Klug ihre Kooperation in diesem Jahr fort: Zum Berliner Gallery Weekend 2010 eröffnet die Ausstellung „Hypernatural“ mit Arbeiten von Olivia Berckemeyer, Armin Boehm, Stefanie Bühler, Jonas Burgert, Björn Dahlem, Birgit Dieker, Uros Djurovic, Dennis Feddersen, Fabian Fobbe, Axel Geis, Andreas Golder, Amélie Grözinger, Philip Grözinger, Uwe Henneken, Gregor Hildebrandt, John Isaacs, Lisa Junghans, Alicja Kwade, Edmund Piper, Jovana Popic, Bernd Ribbeck, Sebastiann Schlicher, Jorinde Voigt, Herbert Volkmann.
Der Ausstellungstitel „Hypernatural“ spielt mit der Verbindung der Begriffe „hyper“ (griech. „über“) und „natural“ (engl. „die Natur betreffend“). Die 22 gezeigten Künstler setzen sich mit den kreativen Grenzen des zugleich Imaginären und Realen auseinander:
So steht z.B. in den großformatigen Ölbildern von Jonas Burgert die surrealistische Idee im Vordergrund, weit abgelegene Realitäten zusammenzuführen. Seine Ansammlung von traumähnlichen Figuren bringt eine einzigartige Ikonographie hervor: zugleich Collagenkomplex und imaginäres Abbild des Geistes.
Philip Grözingers Bilder sind eine bunte Mischung aus Fantasie und Wirklichkeit und werden zugleich von einer narrativen Präsenz und Referentialität getragen, die gelegentlich auch die virtuellen, bloß vorgestellten Lebenserfahrungen zum Inhalt hat.
Bernd Ribbeck sammelt in seinen kleinformatigen Blättern die Energie prismatischen Lichts. Er konstruiert geometrisch-abstrakte Szenarien, die an okkulte Zeichen und spirituelle Symbole erinnern und ihre Leuchtkraft aus einer ihnen innewohnenden mystischen Kraft zu beziehen scheinen. Ribbeck offenbart damit die Bedeutung des Lichts als spirituelles mediales Element, wie es exemplarisch im Lichtspiel der Fenster gotischer Kathedralen zu beobachten ist.
Jorinde Voigts diagrammatische Zeichnungen tendieren zur Konzeptualität und verarbeiten messbare Parameter wie Ort, Zeit, Stromstärken, Zeitdauern, Lautstärken usw. Tabellen, Partituren und Zeichensysteme werden eingesetzt, um ein Gefühl von höherer oder geänderter Wahrnehmung zu kreieren, die – obwohl eine Form analytischer Wahrnehmung – längst nicht auf die unmittelbare Realität beschränkt bleibt.
Ausstellung:
Eröffnung: 30. April 2010, 17 bis 23 Uhr
30. April bis 02. Mai 2010
Ausstellungsort:
Berliner Kunstcampus Heidestraße
Invalidenstraße 50/51, hinter dem „Hamburger Bahnhof"
10557 Berlin
Infos hier.
Öffnungszeiten:
Täglich von 12 bis 20 Uhr
Eintrittspreise:
Eintritt frei
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