Afghanistan - Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul
11. Juni bis 3. Oktober 2010 in Bonn
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Das Museum in Kabul
Erstmals in Deutschland präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle den legendären Nationalschatz Afghanistans, der wie durch ein Wunder Jahre des Bürgerkriegs und der Zerstörung überdauerte. Die spektakulären Gold-, Silber- und Elfenbeingegenstände sind Zeugen des Königreichs Baktrien, einer Zivilisation, die sich im antiken Afghanistan an den Schnittstellen der Kulturen entlang der Seidenstraße entfaltete und so zum Schmelztiegel der unterschiedlichsten kulturellen Strömungen aus Ost und West wurde. Infolge des Alexanderfeldzugs um 330 v. Chr. zogen mehr und mehr Griechen und Makedonier in die antike Kulturlandschaft, wo sie die baktrische Hochkultur mitbegründeten. In der Ausstellung ist die Synthese der Kulturen sofort erkennbar. Bei den gezeigten Exponaten verschmelzen griechische, persische und indische Motive. So findet sich z. B. eine detailreich gearbeitete Aphrodite mit Engelsflügeln und indischem Bindi (Stirnpunkt) neben einem auf einem Delphin reitenden Amor.
Der Afghanische Nationalschatz ist von unschätzbarem kunst- und kulturhistorischen Wert. Lange Zeit galten die in der Ausstellung gezeigten Objekte allgemein als gestohlen oder von den Taliban zerstört. Angesichts der instabilen Sicherheitslage zum Ende der russischen Besatzung Afghanistans versteckten mutige Mitarbeiter des Kabuler Nationalmuseums Ende der 80er-Jahre die wichtigsten Objekte. Erst nach dem Ende der Taliban-Herrschaft 2004 konnte der Schatz nach der Öffnung der Tresore im Präsidentenpalast in Kabul der Öffentlichkeit erneut präsentiert werden.
Da ein Verbleib in Afghanistan zur Zeit als unsicher gilt, können 230 der wertvollsten Stücke nun in Bonn präsentiert werden. Der vertrauensvolle Dialog zwischen den Zivilisationen ist für die Welt von heute zu einer unabdingbaren Notwendigkeit geworden. Diese einzigartige Ausstellung soll ein weiterer Schritt auf dem Weg der Verständigung zwischen den Kulturen sein.
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Ausstellung:
11. Juni bis 3. Oktober 2010 in Bonn
Ausstellungsort:
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
Telefon: 0228 9171–200
E-Mail: info@bundeskunsthalle.de
Weitere Informationen finden Sie hier.
Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch 10–21 Uhr
Donnerstag–Sonntag 10–19 Uhr
Freitag für Gruppen ab 9 Uhr geöffnet
Montag geschlossen
Eintrittspreise:
8 €, ermäßigt 5 €, Familienkarte 14 €
Gruppen ab 10 Personen: 6 € pro Person,ermäßigt 4 €
Freitags haben Schulklassen freien Eintritt.
Es werden auch Kombikarten angeboten,die zum Besuch aller zeitgleich in der Kunst- und Ausstellungshalle stattfindenden Ausstellungen berechtigen.
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