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Gegen den Trend zur globalen Erderwärmung müssen sich die Menschen in den nächsten Jahren häufiger auf kalte Winter einstellen - wie hier im englischen Lake District.
Wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung mitteilt, entdeckten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen geringer Sonnenaktivität und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen im Winter. Als mögliche Ursache dafür sieht das Max-Planck-Institut, dass in Zeiten niedriger Sonnenaktivität die milden Winde vom Atlantik Europa im Winter nicht erreichen. Stattdessen seien Großbritannien und Mitteleuropa dann dem Einfluss kalter Winde aus dem Nordosten ausgesetzt. Einem vom Menschen erzeugten Klimawandel, der die Temperaturen auf der Erde im Mittel ansteigen lässt, widersprächen diesen Erkenntnisse nicht.
Derzeit sei die Sonne deutlich weniger aktiv als in den 90 Jahren zuvor, sagt Max-Planck-Direktor Sami Solanki. Für ihre Studie hätten die beteiligten Wissenschaftler britische Wetteraufzeichnungen, die bis 1659 zurückreichen, mit der Sonnenaktivität im selben Zeitraum verglichen und statistisch ausgewertet. Da verlässliche Messdaten zum Magnetfeld der Sonne erst seit etwa 1900 vorliegen, rekonstruierten die Forscher ältere Werte mit Hilfe von Computersimulationen.
Der statistische Vergleich der magnetischen „Fieberkurve“ der Sonne mit der Wetterdatenbank spreche eine deutliche Sprache, sagt Solanki. Bei geringer Sonnenaktivität liege die durchschnittliche Wintertemperatur in Großbritannien etwa ein halbes Grad niedriger als sonst. Ob auch der nächste Winter in Großbritannien und Mitteleuropa klirrend kalt wird, können die Wissenschaftler nicht vorhersagen. Die nun vorgelegten Ergebnisse seien „statistischer Natur“ und deuteten lediglich auf den Trend hin, dass in Zeiten niedriger Sonnenaktivität ungewöhnlich kalte Winter häufiger auftreten.
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