Archäologie: Wie die Maya lebten

Wie die Maya lebten

Bild: PNAS Vergrößern

Bei der Malerei ganz unten sieht man eine Frau, die einen Topf mit Maisbrei auf dem Kopf balanciert. Der Mann rechts neben ihr isst Brei aus einer Schüssel.

Farbenfrohe Wandmalereien, die im mexikanischen Calakmul entdeckt wurden, geben erstmals einen Einblick in den Alltag der im 10. Jahrhundert versunkenen Maya-Metropole. Die Bilder wurden im 7. Jahrhundert auf Pyramidenwände gemalt und zeigen, wie die Bewohner Waren transportieren und welche Lebensmittel sie hatten. Hieroglyphen lehren uns Berufsbezeichnungen für Menschen, die für Tabak und Keramik zuständig waren, in anderen ist von „Maisbrei-Personen“ die Rede.

Einige bisher unbekannte Worte sind besonders interessant – zum Beispiel ixim ­(roher Mais) und atzaam (Salz), beides wichtige Güter jener Zeit. An anderer Stelle zeigt die monumentale Kunst ­Rituale und Kriegsszenen mit edel gekleideten Göttern und Adligen. Die in Feiertagstuniken und Lendenschurze gekleideten Figuren geben einen neuen Einblick in die Maya-Gesellschaft. «Diese Bilder könnten ein Fest darstellen, etwa eine Königskrönung», sagt der Chefarchäologe Ramón Carrasco Vargas. Er hofft nun auf weitere Motive und mehr Details darüber, wie der Alltag in Calakmul einst ausgesehen hat.

Versteckte Kunst

Bild: Grafik: Hiram Henriquez; Quelle: Calakmul Archaeological Project Vergrößern

An den Ecken dieser Stufenpyramide wurden 30 Wandmalereien entdeckt. Sie waren im 9. Jahrhundert unter Putz verborgen worden.


(NG, Heft 10 / 2010, Seite(n) 26)

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