Jahresrückblick 2016: Die Lieblingsreportagen der Redaktion

Artikel vom 30.12.2016  —  Autor: Charlotte Harke  —  Bilder: Colourbox
2016 Rückblick Main

Zum Jahreswechsel blickt die National Geographic-Redaktion zurück und erinnert sich an ihre Lieblingsgeschichten aus dem Jahr 2016.

Florian Gless, Chefredakteur:
Wildnis in Deutschland: Unser Reporter Markus Jauer ist in die Kernzonen großer deutscher Nationalparks vorgedrungen. Und dort fand er Wildnis, die sich selbst genügt - und den Menschen nicht braucht.

Siebo Heinken, stellvertrender Chefredakteur:
Keine Frage: Es ist grausam, wie die Menschen vor allem in Syrien unter dem Krieg leiden. Es ist aber auch eine Schande, in welchem Maße die Kulturschätze des Nahen Ostens geplündert und zu Geld gemacht werden, vor allem vom sogenannten Islamischen Staat. Die Geschichte über Raubgrabungen zeigt, wie das Erbe der Menschheit systematisch zerstört wird – und wer vom illegalen Antikenhandel profitiert: besonders skrupellose Hehler und Sammler im Westen, die lieber keine Fragen stellen.

Ines Bellinger, Redakteurin:
Meine Lieblingsgeschichte 2016 war „Wie tot ist tot? Die Wissenschaft vom Sterben“ aus dem Juni-Heft. Ein fesselnder Report über die Grauzone zwischen Leben und Tod mit berührenden Schilderungen über Nahtod-Erfahrungen und verblüffenden wissenschaftlichen Erkenntnissen über Wege, die zurück ins Leben führen können.

Marlene Göring, Redakteurin:
In „Ein Mordsgeschäft“ verfolgen Autor und Fotograf die blutige Spur des Nashornhandels – bis hinein ins Zuhause eines Großwildfarmers, der sich am Rande der Legalität an den Tieren bereichert. Diese Begegnung mit einem unmöglichen Protagonisten macht die Geschichte nicht nur investigativ, sondern intim. Tiefe Recherche, Aktualität, gesellschaftliche Bedeutung, packend erzählt: mein Favorit!

Lisa Srikiow, Online-Redakteurin:
Gibt es eine andere Stadt, die reicher an Geschichte und Geschichten ist als London? Wohl kaum. Das belegen die Reportage von Roff Smith über die aktuellen Ausgrabungen in der britischen Metropole sowie die toll inszenierten Bilder von Simon Norfolk. Ich bin gespannt, was die Archäologen noch alles ans Tageslicht bringen werden.

Gunhild Lübeck, Sekretärin:
Als in Deutschland Löwen lebten“ - Tolle Titelseite und die Vorstellung ist so unglaublich, dass es in Deutschland Löwen gab… Ich hatte ein komplett anderes Bild von der Eiszeit, welches nichts mit „blühender Strauchlandschaft“ zu tun hatte.

Kathrin Müller, Bild-Redakteurin:
Erneut bereiste Gerd Ludwig Russland und dokumentierte dieses Mal den Alltag der Jugend für die Reportage „Generation Putin“. Seine herausragenden Bilder bringen mir diese Menschen und deren Lebensumstände nahe: Respektvoll und berührend zugleich zeigt er mir einen Teil der Gesellschaft dieses riesigen Landes, der mir bisher verborgen geblieben war.

Andreas Pufal, Creative Director:
Meine Lieblingsgeschichte war definitiv Wittenberg aus 12/2016, weil ich mich in diese Geschichte thematisch am tiefsten selber hinein recherchiert habe, was für einen Creative Director nicht so häufig vorkommt. Das war nötig, um mit dem Illustratoren die Zeichnungen genau besprechen, und ggf. korrigieren zu können. Es ging um Kleidung, Personen, Architektur und Bauphasen im 15. und 16. Jahrhundert. Außerdem wollte ich schon seit sehr langer Zeit mal ein Graphic Novel umsetzten. Bei dieser Geschichte bot es sich einfach an und das Ergebnis hat meine Erwartungen übertroffen.

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