Südpol-Salat - Gemüse aus dem Antarktis-Container

Bilder: DLR (CC-BY 3.0)
Antarktis-Container-Main

Die Antarktis und der Weltraum haben einiges gemeinsam: Beide sind unwirtlich und lebensfeindlich. Wer dort wohnt, muss normalerweise auf frisches Gemüse verzichten. Das will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ändern: Dessen Wissenschaftler bauen derzeit in Bremen einen Antarktis-Container zum Gewächshaus um.

Von Ende 2017 an sollen am Südpol etwa Salat, Kräuter, Gurken und Erdbeeren wachsen – in einem komplett künstlichen System, isoliert von der Umwelt. Dazu gehören blaues und rotes Licht, das passend für jede Pflanze den Tag-Nacht-Rhythmus imitiert, und CO2 in Flaschen, um die Luft anzureichern.

Nicht mal Erde brauchen die Pflanzen: Sie werden alle fünf bis zehn Minuten mit einer Nährstofflösung besprüht. Wasser, das sie ausatmen, wird wieder aufgefangen. Bewährt sich das System beim Test in der Antarktis, könnte es noch viel weiter reisen: erst auf die ISS und später zu Mond und Mars.


(NG, Heft 02 / 2017, Seite(n) 29)
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