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Weltweit leben nur noch 3.200 Tiger in freier Wildbahn.
Zur Rettung der letzten freilebenden Tiger haben sich 13 Staats- und Regierungschefs in der russischen Stadt St. Petersburg auf ein millionenschweres Schutzprogramm verständigt. Vier Tage lang berieten die Regierungschefs auf dem weltweit ersten "Tiger-Gipfel" über das Schicksal der bedrohten Raubkatzen.
Die Länder einigten sich, den Artbestand der Tiger bis zum Jahr 2022 verdoppeln zu wollen. In den vergangenen Jahrzehnten hat die gnadenlose Jagd nach Trophäen fast zum Aussterben der größten Raubkatzen der Erde geführt. Laut Experten leben heute nur noch 3.200 Tiger in freier Wildbahn. Vor 100 Jahren waren es noch über 100.000. Von einst neun Tiger-Unterarten existieren heute höchstens noch sechs.
Mit verschiedenen Maßnahmen soll nun das Aussterben des Tigers verhindert werden: Auf dem Gipfel wurden nicht nur härtere Strafen für Wilderer und Schmuggler angekündigt, es sollen auch grenzüberschreitende Schutzzonen für die Tiere eingerichtet werden. Im Osten Russlands wolle man künftig beim Bau von Siedlungen und Straßen die Rückzugsgebiete der dort lebenden 450 Amur-Tiger stärker berücksichtigen. Zudem versprach Putin, auch Kasachstan und den Iran beim Wiederansiedeln der Tiger zu unterstützen. Arme "Tiger-Staaten" wie Laos, Bangladesch und Nepal sollen laut dem Abkommen finanzielle Mittel erhalten, um Maßnahmen für den Schutz der dort noch lebenden Tiger zu ergreifen. Der chinesische Premierminister Wen Jiabao dagegen kündigte zwar erste Schritte für Tigerschutzmaßnahmen an, hielt sich aber mit konkreten Äußerungen zurück. Dabei ist China eines der Schlüsselländer beim Tigerschutz, da die Raubkatzen dort zur Herstellung fragwürdiger medizinischer Medikamente benutzt werden.
Die Finanzierung des Schutzprojektes ist aber noch nicht geklärt. Von den benötigten 350 Millionen US-Dollar wurden auf dem Gipfel nur 127 Millionen angekündigt. Dennoch spricht die Umweltschutzorganisation WWF von einem "historischen Moment für den Artenschutz". Putin beendete den Tiger-Gipfel mit den Worten: "Das Ziel ist schwierig, aber erreichbar".
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