Naturkatastrophen: "Von Atlantis bis heute"

Artikel vom 21.08.2014  —  Bilder: Japan Professional Photographers Society (JPS) 2012
Rikuzentakata

Bild: Das Licht der Hoffnung: Die japanische Stadt Rikuzentakata gehört zu den Gebieten, die vom Tsunami am 11. März 2011 am stärksten betroffen waren. Das Bild zeigt, wie durch die Straßen des zerstörten Stadtteils Ômachi ein Festwagen für das „Ugoku Tanabata-Matsuri“, das traditionelle Fest zum Andenken an die Toten, gezogen wird.

Nahezu täglich erreichen uns Bilder und Berichte von Katastrophen aus aller Welt. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis, Überschwemmungen oder Stürme: Seit jeher fasziniert und ergreift uns die zerstörerische Gewalt der Natur. Jetzt widmet sich erstmals eine Ausstellung dem facettenreichen Thema Katastrophe und stellt den menschlichen Umgang damit in den Mittelpunkt. Vom 7. September 2014 bis 1. März 2015 präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim die Sonderausstellung „Von Atlantis bis heute – Mensch. Natur. Katastrophe“. Die Präsentation führt bekannte und weniger bekannte Katastrophen der Weltgeschichte vor Augen. Sie zeigt die Auslöser und Folgen und wie die Menschen in den unterschiedlichen Jahrhunderten und Kulturen auf die Naturgewalten reagiert haben.

Obwohl jede Katastrophe einzigartig ist, wird schnell klar, dass es bei den Reaktionen wiederkehrende Muster gibt: Auf Schock und Entsetzen folgen Rettungsmaßnahmen. Danach beginnen der Wiederaufbau, die Suche nach den Ursachen und schließlich die Verdrängung. Um eine Wiederholung der Katastrophe zu verhindern, werden Frühwarnsysteme entwickelt, erdbebensichere Häuser gebaut oder Deiche aufgestockt. Die Gründe der Katastrophe werden nicht nur in natürlichen Vorgängen gesucht, sondern auch bei Menschen, Göttern und Fabelwesen wird nach Schuldigen gefahndet.

Von Atlantis bis heute. Mensch. Natur. Katastrophe
Vom 7. September 2014 bis 1. März 2015
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Museum Weltkulturen D5
68159 Mannheim
www.rem-mannheim.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr

Eintrittspreise
Regulär: 12 Euro
Ermäßigt: 5 Euro


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