Dolpo Tulku

Artikel vom 08.07.2010  —  Autor: Florian Griesbach  —  Bilder: Piffl Medien
Dolpo Tulku: Heimkehr in den Himalaya

Bild: Piffl Medien Vergrößern

Nach über 16 Jahren kehrt Sherap Sangpo in seine Heimat zurück. Aus dem einstigen Hirtenjungen ist ein religiöses Oberhaupt geworden.

Mit zehn Jahren verließ der Hirtenjunge Sherap Sangpo sein von der Außenwelt weitgehend abgeschiedenes Bergdorf im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet. Mönche hatten in ihm die Inkarnation eines hochrangigen Lamas erkannt. Mehr als 16 Jahre lang bereite er sich in einem Kloster im Süden Indiens auf seine Rolle als religiöses Oberhaupt vor. Dort sammelte er nicht nur spirituelle Erfahrung sondern lernte auch eine Welt kennen, die weit stärker als die Bergwelt des Himalaya vom Tempo der Moderne geprägt ist.

Der Dokumentarfilm "Dolpo Tulku" begleitet den 27-Jährigen bei seiner Rückkehr in eine ihm fremd gewordene Heimat, in der die tiefgläubigen Menschen ihn als einen großen Hoffnungsträger erwarten.In ruhigen Bildern, die das grandiose Bergpanorama des zum tibetischen Kulturraum gehörenden Dolpo einfangen, erzählt "Dolpo Tulku" vom Spagat zwischen Tradition und Moderne und von den Selbstzweifeln eines jungen Mannes, der plötzlich eine große Verantwortung trägt.

Nachdem der Film bereits in zahlreichen deutschen Kinos zu sehen war ist er ab dem 16. Juli auch auf DVD erhältlich.



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