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Japanische Walfangflotte
Das Südpolarmeer ist eines der letzten Rückzugsgebiete für eine Vielzahl bedrohter Walarten. Nahezu alle Nationen respektieren die dortige Schutzzone für die Meeresriesen – nur Japan setzt den Walfang unter dem Deckmantel der Wissenschaft weiter fort. Über 1000 Wale sollen laut festgesetzter Fangquote jährlich erlegt werden. Sie landen nicht in den Forschungslaboren sondern in japanischen Feinschmeckerrestaurants.
"Jagdzeit" begleitet eine bunt zusammengewürfelte Truppe Idealisten an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" auf ihrer Mission, die japanische Walfangflotte im Eismeer an der Jagd auf die bedrohten Tiere zu hindern. Die Dokumentation zeigt, wie die Esperanza versucht, in den endlosen Weiten des Südpolarmeeres die Spur der Walfänger aufzunehmen, die ihrerseits einer Konfrontation aus dem Weg gehen wollen. Mit winzigen Schlauchbooten versuchen die Tierschützer unter Lebensgefahr, die Flotte so weit wie möglich zu behindern . Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
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Der Film von Angela Graas verzichtet größtenteils auf blutige Bilder und eine simple Schwarz-Weiß-Malerei. Der Regisseurin gelingt neben der Thematisierung eines aktuellen Umweltskandals vor allem ein eindrucksvolles Portrait der Aktivisten und ihrer Motive. Die Mannschaft der Esperanza kämpft gegen die Walfangflotte und den Herausforderungen des Eismeeres - sie kämpft zugleich aber auch gegen das Gefühl der Ohnmacht angesichts eines übermächtigen Gegners. Für viele Besatzungsmitglieder stellt sich täglich die Frage: Lohnt sich der eigene Idealismus überhaupt? Dieses Schwanken zwischen Optimismus und Enttäuschung einfühlsam deutlich zu machen, ohne eine zu einfache Antwort anzubieten, ist eines der großen Verdienste des Films.
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