Die Frage ob es außerhalb der Erde Leben gibt und wie dieses Leben aussehen könnte, beschäftigt nicht nur Drehbuchautoren oder die Ausstatter und Kostümbildner von Science-Fiction-Filmen. Längst sind auch seriöse Wissenschaftler auf der Suche nach plausiblen Antworten. Dass es außerirdisches Leben gibt, ist dabei kaum umstritten. Dass sich dieses Leben von dem auf der Erde völlig unterscheidet, dagegen schon.
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Mit einem riesigen "Lauschangriff" versucht die Menschheit seit Jahrzehnten, Lebenszeichen aus dem Weltall aufzufangen.
Die Biodiversität auf dem Blauen Planeten umfasse bereits die gesamte Bandbreite der möglichen Lebensformen, so der britische Paläontologe Simon Conway Morris. „Tulpen, Regenwürmer, Pottwale, Elefanten, Pilze – welche größeren Unterschiede kann es geben?“ Nach Morris existiert eine grundlegende Struktur des Lebens, die unausweichlich zu den Formen führt, die wir kennen. Die unterschiedlichsten Spezies wiederholen diese Struktur immer wieder aufs Neue auf die ihnen jeweils eigenen Weisen.
Sollte der Wissenschaftler mit seiner Theorie der „konvergenten Evolution“ recht haben, hätte das Auswirkungen auf mögliche Aliens. Lebewesen in den bis dato unbekannten Welten des Universums wären demnach denen auf der Erde nicht grundsätzlich unähnlich. Nach Morris ist die Tatsache, dass viele Aliens in Science-Fiction-Filmen vergleichsweise menschenähnlich wirken, nicht auf die fehlende Vorstellungskraft der Filmemacher zurückzuführen, sondern schlicht und einfach in der möglichen biologischen Realität begründet. „Naked Science“ begibt sich mit Simon Conway Morris auf die Suche nach möglichen Aliens und wirft die Frage auf, ob die Zeit, in der wir glaubten, allein im Universum zu sein, tatsächlich endgültig vorbei ist.
NATIONAL GEOGRAPHIC CHANNEL HD: "Naked Science: Gibt es Leben im All?" Sonntag, 26. September 2010, 21.05 Uhr
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