Bild: © Rob Lyall / National Geographic Channel Vergrößern
Die Grabstätten im Tal der Könige sind reich verziert.
Der Weg in die Unterwelt war für die alten Ägypter kein Spaziergang. Wie gut, dass den Königen ein Navigationssystem mit ins Grab gegeben wurde: Wandmalereien sollten ihnen als Orientierung dienen. Mit so einem „Reiseführer“ für das Jenseits wurde beispielsweise die Ruhestätte des Pharaos Seti I. ausgeschmückt, der etwa 1200 Jahre vor Christi Geburt starb und, wie es in der Mythologie heißt, sich zum Sonnengott wandelte. Kaum eine Kultur hat so genaue Vorstellungen vom Nachleben entwickelt wie die Ägypter. Der Pfad, den ihre Herrscher nach dem Tod beschreiten sollten, entsprach der Wanderung der Sonne, die jeden Abend im Westen stirbt, um am folgenden Morgen im Osten neu geboren zu werden. Deshalb war die Gruftgestaltung so wichtig. Denn die Menschen fürchteten, dass – sollte ihrem Herrscher seine Seelenwanderung nicht gelingen – unweigerlich das Ende der Welt eingeläutet werde. Aktuelle Erkenntnisse aus den Katakomben im Tal der Könige zeigt NATIONAL GEOGRAPHIC jetzt in seinem HD-Programm. Namhafte Ägyptologen erläutern, mit welch aufwendigen Mitteln frühe ägyptische Gesellschaften ihre Verstorbenen auf die Reise ins Reich des Totengottes Osiris vorbereiteten. Nicht nur die realen Lebensumstände werden in detailgetreuen Szenen und Computerrekonstruktionen zum Leben erweckt. Auch das sogenannte Totengericht, vor dem die Pharaonen Rechenschaft ablegen mussten, wird nachgespielt. Es verdeutlicht die religiös-moralischen Werte dieser Zeit. „Ägyptens antike Unterwelt“, am Sonntag, 3. Januar, um 20.15 Uhr auf dem NATIONAL GEOGRAPHIC CHANNEL.
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