Vulkane in der Eifel noch aktiv

Autor: Gisela Kirschstein/ddp
Vulkangebiet Eifel

Bild: Shutterstock Vergrößern

Pulverfass Vulkaneifel? Dort ruht die Erde noch nicht, ein Ausbruch wäre prinzipiell denkbar.

Schließlich gibt es auch in Deutschland eine Reihe von Regionen, die einst durch Vulkanismus entstanden - in Hessen etwa der Vogelsberg, das Siebengebirge an der nördlichen Grenze zu Rheinland-Pfalz oder die Vulkaneifel. Experten beruhigen: Siebengebirge, Rhön oder Vogelsberg gehören zu den wirklich erstorbenen Vulkanregionen. Hier sind die Ausbrüche mindestens 14 Millionen Jahre her, auch wenn der Taufstein im Vogelsberg immerhin einmal als der größte Vulkan in Europa galt, größer noch als der Ätna auf Sizilien. Anders in der Vulkaneifel: Dort ruht die Erde noch nicht, ein Ausbruch wäre prinzipiell denkbar. Experten raten deshalb, für den Fall eines Ausbruchs Vorsorge zu treffen - in Form von Untersuchungen, genauen Gefahrenkarten und auch Katastrophenschutzplänen. 



Vor rund 12.900 Jahren sprengte in der Eifel statt eine gewaltige Eruption die Erddecke weg, Asche schoss bis zu 20 Kilometer weit in den Himmel, gewaltige Lavaströme wälzten sich von dem Eifelberg hinab in Richtung Rhein. Der Vulkan, der heute so friedlich als Laacher See daliegt, verwüstete mit seinem Ausbruch weite Teile des heutigen Westdeutschlands. Sein Ascheregen verteilte sich bis nach Italien und hinauf nach Südschweden. Ein gigantischer Lavastrom staute den Rhein unweit des heutigen Brohl 27 Meter hoch auf. Als der Damm brach, raste eine gigantische Flutwelle den Rhein hinab bis in die Region, in der heute Köln liegt. 



Seite 1 von 3


  • Artikel bookmarken
  • Firefox
  • IE
  • del.icio.us
  • Mister Wong
  • Yahoo MyWeb
  • Google
Userkommentare

DISQUS ist ein Angebot von disqus.com und unabhängig von nationalgeographic.de - siehe insoweit die Hinweise zum Datenschutz der DISQUS-Kommentarfunktion

blog comments powered by Disqus