Krieg und Elend bestimmen das Leben einer ganzen Generation junger irakischer und palästinensischer Flüchtlinge, die in Jordanien Zuflucht gefunden haben. Wie leben, was denken sie? Wie drücken sie ihre Empfindungen in Bildern aus? Für die Fotografen Ed Kashi und Reza war es eine besondere Herausforderung, die 60 Teilnehmer am NATIONAL GEOGRAPHIC-Fotocamp dazu anzuleiten, ihre Umgebung mit der Kamera zu erforschen – und für die Jungen und Mädchen in der Hauptstadt Amman und in Irbid eine Chance, sich künstlerisch mit ihrem neuen Zuhause auseinanderzusetzen. Ihre Bilder zeigen Stadtszenen, das Auto des Freundes, Menschen bei der Arbeit, Kinder in Gassen.
Zu dem vom International Medical Corps unterstützten Programm gehörte auch, zum Inhalt der Fotos und der Diskussionen mit den Fotografen einen Brief zu schreiben. Für manche Jugendliche eine schmerzhafte Erinnerung an traumatische Erlebnisse. „Ich weiß noch, wie der Krieg begann“, notierte Bassme aus dem Irak. „Meine Mutter und ich saßen auf der Veranda. Und dann wurde direkt vor mir ein Mann getötet.“ Doch ein Mädchen schrieb: „Früher hatte ich nur eine einzige Freundin, und jetzt habe ich ganz viele.“
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