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"Es gibt immer Situationen, mit denen man nicht rechnet. Aber ich mag das. Ich brauche meine regelmäßige Dosis Magma." Carsten Peter
Unser Fotograf Carsten Peter hat schon einiges erlebt auf der Jagd nach Tornados, beim Abstieg in Gletscherspalten, bei der Erkundung von Höhlen, bei Trecks durch Wüsten. Immer ist er auf der Suche nach originären Naturphänomenen. Für die Reportage „Einmal Hölle und zurück“ verbrachte er mehrere Tage im Krater des Nyiragongo, eines der gefährlichsten Vulkane der Welt in der Demokratischen Republik Kongo. Fast eine Woche lang lebten er und sein Assistent Chris Heinlein in einem Zelt, das sie auf der sogenannten Zweiten Terrasse des Vulkans aufgeschlagen hatten, knapp 300 Meter unterhalb des Kraterrands. "Alles um uns herum war in das geisterhaft-orange Licht der kochenden Lava gehüllt", erzählt Peter.
Zweimal in jüngerer Zeit hat sich der Lavasee schon explosionsartig geleert. Deshalb wurde auch diese Expedition gründlich vorbereitet. "Ich bin keiner, der Kopf und Kragen riskiert", sagt Peter. "Ich spreche mit Geologen, und meine langjährige Erfahrung hilft mir, Gefahren richtig einzuschätzen." Die Hitze war eine Strapaze, die Mahlzeiten aus gefriergetrockneter Nahrung fielen karg aus. Viel Freude daran hatten die Männer ohnehin nicht: Der Schwefelwasserstoff des Vulkans stank heftig nach faulen Eiern.
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