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Sechs Wochen auf Expedition in Indonesien - an was man da alles denken muss...
Seit dem 23. Oktober ist Kerstin Dörner unterwegs: Gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt begleitet die 18-jährige Schülerin den Abenteurer Mike Horn. Seit einem Jahr befindet sich der Naturschützer auf einer Expedition rund um den Erdball. Bis 2012 will er mit seiner Segelyacht "Pangaea" insgesamt 100000 Kilometer zurücklegen. Exklusiv bei uns berichtet Kerstin über ihre Erlebnisse.
Borneo. 6 Wochen, nein länger, warte ich schon auf den Abflug und jetzt geht es endlich los. Tropischer Regenwald, Mangroven, Höhlen, traumhafte Küsten, wunderschöne Korallenriffe warten auf mich.
Oft werde ich gefragt, ob ich denn gar keine Angst habe, dorthin zu fahren und Mike Horn auf seiner Expedition zu begleiten. Es wird viele Herausforderungen geben: Ich werde meine eigenen Kräfte voll und ganz ausschöpfen müssen und hoffe, dass ich ausdauernd und genug trainiert bin, um Mike zu folgen. Ich werde im Urwald fernab der Zivilisation leben müssen, Flüsse mit schwerer Ausrüstung durchwaten, selbst jagen, mit vielen Menschen auf begrenztem Raum zusammenleben und ihnen vollkommen vertrauen müssen. Ja, ein wenig Angst habe ich vielleicht doch, vor den Schlangen, Sandfliegen, Mückenplagen, Blutegeln und dem anderen Getier, mit dem man in diesen Regionen rechnen muss. Hoffentlich falle ich nachts nicht aus der Hängematte, die wir im Dschungel hoch in den Bäumen aufhängen müssen. Wie man da oben wohl in so eine Hängematte reinkommt? Eine wackelige Angelegenheit wird das allemal.
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Zur Abfahrt bereit: Von Karlsfeld bei München geht es mit dem Flieger nach Kuala Lumpur.
Dennoch überwiegt die Vorfreude und Aufregung. Am Sonntag werde ich Mike endlich zum ersten Mal persönlich treffen. Sein Bruder Martin hatte das Auswahl- und Trainingscamp in der Schweiz geleitet, Mike selbst war mit der Pangaea auf den Salomonen und hat dort Wasserversorgungsanlagen installiert. Ich freue mich auf das Tauchen in den Korallenriffen, auf meine erste Begegnung mit einer Schildkröte und auf die vielen bunten Fische. Vor einigen Wochen habe ich erst Tauchen gelernt, bei sehr schlechter Sicht in bayerischen Seen und so gut wie keinen Fischen. Dabei habe ich schon gemerkt, wie gut mir das gefällt.
Ich freue mich riesig auf die Orang-Utans und den Regenwald, fürchte aber auch die Bilder der Abholzung, die Ergebnisse der Untersuchung der Riffe und deren Zerstörung und des sozialen Elends.
Im Moment sieht es in meinem Zimmer ziemlich chaotisch aus. Überall liegen Kleidungsstücke, die darauf warten eingepackt zu werden. Ich muss noch versuchen mein selbstgemachtes Mitbringsel (streng geheim! Soll eine Überraschung für das Team werden...) bruchsicher zu verpacken. Und morgen heißt es dann: Auf Wiedersehen Deutschland, apa khabar Malaysia!!!
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