EOCA: Die Projekte 2013

Bilder: Biosphere Expeditions

Welche Naturschutzprojekte der European Outdoor Conservation Association (EOCA) sollen in diesem Jahr unterstützt werden? Gemeinsam mit dem Verband der Hersteller von Outdoor-Ausrüstung ruft NATIONAL GEOGRAPHIC seine Leser dazu auf, zu sechs weltweiten Initiativen ihr Votum abzugeben.

Am Ende dieses Artikels können Sie eines der Projekte auswählen! Hier die Projekte, die in diesem Jahr zur Auswahl stehen:

1. Schutz der Schneeleoparden im Altai-Gebirge (nominiert von Vaude)

Schneeleopard

Bild: Biosphere Expeditions Vergrößern

Der Schneeleopard ist laut IUCN vom Aussterben bedroht. Weltweit leben heute nur noch zwischen 3500 und 7000 Tiere. Er wird von Wilderern aufgrund seines dichten Fells gejagt, zudem verliert der Schneeleopard den Großteil seiner Jagdreviere. Im Altai-Gebirge soll nun ein einzigartiges Projekt dabei helfen, das Überleben der Schneeleoparden in freier Wildbahn zu sichern: Die Naturschutzorganisation Biosphere Expeditions will erreichen, dass die Schneeleoparden für die Einheimischen schützenswert werden – indem sie sie aktiv in die Rettung der Tiere miteinbezieht. Außerdem soll gemeinsam mit Forschern und engagierten Freiwilligen der nachhaltige Tourismus in der Region gefördert warden.

EOCA-Partner: www.biosphere-expeditions.org

2. Rettung der Orang-Utans in Borneo (nominiert von Fusion Clothing)

Orang-Utan

Bild: OuTrop, Thea-Powell Vergrößern

Der Sabangau Forest, mit rund 600.000 Hektar der größte Tieflandregenwald in Borneo, ist aufgrund seiner hohen Biodiversität von höchster Bedeutung für den Naturschutz – und ein beliebtes Ziel für Reisende. Doch die Region steht nach einer großflächigen Moor-Trockenlegung und der illegalen Abholzung des Regenwaldes vor großen Problemen, die auch das Überleben der Orang-Utans in diesem Gebiet ernsthaft gefährden. Im Rahmen dieses Projektes sollen nun die Flächen des Sabangau Forests, die durch Abholzung und den daraus resultierenden unkontrollierbaren Bränden beschädigt wurden, neu bepflanzt werden. Damit erhalten die Orang-Utans einen wichtigen Teil ihres Lebensraums zurück.

EOCA-Partner: www.outrop.com

3. Früchte für die Bären im nördlichen Spanien (nominiert von Patagonia)

Die Zahl der Braunbären im Kantabrischen Gebirge in Nordspanien steigt – dennoch gelten die Tiere nach wie vor als bedroht. Denn die Wälder, in denen sie leben, bieten ihnen nicht genug Nahrung, weshalb die Bären auf ihrer Suche nach Futter in niedrigere Landesregionen flüchten. Hauptziel dieses Projektes ist es nun, den Lebensraum der Braunbären im Kantabrischen Gebirge zu erhalten. Dazu sollen in einem ersten Schritt Obstbäume gepflanzt werden, damit die Bären auch im Hochgebirge ausreichend Nahrung finden können. Ziel ist es, einen neuen Wald zu schaffen, der jährlich rund 10.000 Kilogramm Früchte tragen wird. Um die Bäume zu bestäuben, werden außerdem 150 Bienenstöcke im Wald installiert. Der dabei entstehende „Bären-Honig“ soll dafür eingesetzt werden, bei Einheimischen und Besuchern das Bewusstsein für den Bärenschutz zu schärfen.

EOCA-Partner: www.fapas.es

4. Ein neues Zuhause für den Rötelfalken in Portugal (nominiert von Mammut)

Rötelfalke

Bild: Iván Vásquez Vergrößern

Der Rötelfalke gilt seit jeher als Indikator für die Gesundheit der Campo Branco Region im Süden Portugals. Er baut sein Nest vorzugsweise in den Löchern und Nischen alter Gebäude. Doch seit diese entweder saniert oder angerissen wurden, schwindet die Zahl der möglichen Brutplätze drastisch – und somit auch die Zahl der Rötelfalken. Dieses Projekt hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, zwei neue Gebäude in traditioneller Bauweise zu errichten, um somit bis zu 140 neue Brutstätten bereitzustellen. Forscher, Einheimische und freiwillige Helfer sollen beim Bau und bei der anschließenden Beobachtung der Vögel Hand in Hand arbeiten.

EOCA-Partner: www.lpn.pt

5. „Task Force Albatros“ in Namibia (nominiert von Paramo)

Albatrosse

Bild: Paul Tyler und Alison Rothwell Vergrößern

Albatrosse sind die größten fliegenden Vögel der Welt - aber sie sind auch eine der am meist bedrohten Vogelarten: 17 von 22 Albatros-Arten weltweit sind vom Aussterben bedroht. Die größte Gefahr für die Seevögel lauert in der Fischerei: Jahr für Jahr werden zehntausende Albatrosse bei der Langleinen- und Schleppnetzfischerei versehentlich gefangen. Schätzungen zufolge werden so allein in Namibia jedes Jahr über 40.000 Vögel getötet. Die „Task Force Albatros“ will nun mithilfe von so genannten Tori-Leinen dafür sorgen, dass sich die Albatrosse nicht mehr in den Netzen und Leinen der Fischer verfangen. Außerdem sollen Stahlgewichte an den Haken der Langleinen befestigt werden, so dass diese schneller sinken und für die Albatrosse außer Reichweite sind. Diese Maßnahmen sollen die Zahl der Albatrosse, die jährlich versehentlich mitgefangen werden, um die Hälfte reduzieren.

EOCA-Partner: www.rspb.org.uk

6. Begrünung der Region Ségou, Mali (nominiert von Ferrino)

Zwischen 1990 und 2012 hat Mali über elf Prozent seiner Waldflächen verloren. Besonders stark betroffen von der drastischen Abholzung ist die Region Ségou im Süden. Dort hat die Rodung an vielen Stellen zu Bodenerosion und Versandung geführt. Das Projekt hat sich nun zur Aufgabe gemacht, elf neue Baumschulen zu gründen und über 300.000 Bäume zu pflanzen. Ziel dieser Aktion ist es, die Region neu zu begrünen – und über 40.000 Menschen in 70 Dörfern durch die Mitarbeit den dem Projekt eine neue Perspektive zu geben.

EOCA-Partner: www.treeaid.org.uk

WÄHLEN SIE IHR NATURSCHUTZPROJEKT!

Was ist Ihr Favorit? Welches Projekt verdient Ihrer Ansicht nach am ehesten eine Förderung? NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND ruft seine Leser dazu auf, über die sechs vorgestellten Umweltinitiativen abzustimmen. Vom 22. März bis 12. April 2013 können Sie an dieser Stelle Ihr Votum abgeben. Das Projekt mit den meisten Stimmen wird dann von der European Outdoor Conservation Association (EOCA) eine finanzielle Unterstützung für das Jahr 2013 erhalten. Auf unserer Website werden wir Sie über den Ausgang der Abstimmung informieren.

Mehr über die EOCA und die von ihr finanzierten Naturschutzprojekte finden Sie unter www.outdoorconservation.eu.

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