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Arved Fuchs misst auf einer Seekarte die Entfernung zwischen Grönland und Kanada, wo die Greely-Expedition vor 130 Jahren ums Überleben kämpfte.
"Erika Beier, eine alte Dame aus Hannover, schenkte sie mir", erzählt der Arktisforscher Arved Fuchs. "Sie hatte ihrem Neffen Charles Henry Buck gehört, der bei der Greely-Expedition vor 130 Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen war." Mehrmals traf sich Fuchs mit Erika Beier und stöberte in Bucks Nachlass, seinen Handschriften, Zeichnungen, Blättern mit gepressten Blumen. Das war vor mehr als 20 Jahren.
Seither hat ihn das Schicksal von Adolphus W. Greely, Buck und 23 anderen nicht mehr losgelassen. Es war eines der größten Desaster der Polarforschung: Nur sechs kehrten zurück, es kam wohl zu Kannibalismus. In den Sommern 2009 und 2010 reiste Fuchs mit seiner Crew auf den Spuren der Gescheiterten nach Grönland und Kanada, um exklusiv darüber in NATIONAL GEOGRAPHIC zu berichten.
In Washington wurde Greelys Ausrüstung fotografiert; sie liegt im Archiv der National Geographic Society, deren Mitbegründer Greely 1888 war. Die Archivarin Renee Braden war sichtlich bewegt, als sie Stiefel, eine Flagge und einen Umschlag mit Kautabak hervorholte. "Diese Geschichte fasziniert mich, solange ich denken kann. Ich hatte viel gelesen. Aber erst diese Dinge führten mir vor Augen, welche Tragödie sich damals in der Arktis abgespielt hatte."
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