Seit dem 23. Oktober ist Kerstin Dörner unterwegs: Gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt begleitet die 18-jährige Schülerin den Abenteurer Mike Horn. Seit einem Jahr befindet sich der Naturschützer auf einer Expedition rund um den Erdball. Bis 2012 will er mit seiner Segelyacht "Pangaea" insgesamt 100000 Kilometer zurücklegen. Exklusiv bei uns berichtet Kerstin über ihre Erlebnisse.
Bild: Mike Horn SARL/Photo: Dmitri Sharomov Vergrößern
Seit dem 23. Oktober ist Kerstin in Indonesien auf Segeltour.
Nur drei Stunden Flug, dann waren wir endlich an unserem Ziel, der kleinen Stadt Tawau an der Nordostküste von Borneo. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis wir endlich die "Pangaea" mit eigenen Augen sahen. Es war ein eigenartiges Gefühl, das Boot zu betreten, das man sich so oft auf Bildern angeschaut hatte.
An Bord empfing uns Mike Horn persönlich mit einem fast zermalmenden Händedruck und einem großem Lächeln. Das Boot sieht von außen kleiner aus als von innen. Hier können 20 Personen ohne Probleme leben. Unsere Kojen befinden sich am Heck des Schiffes in der "Garage": Jeweils drei übereinander hängende, relativ schmale und enge Pritschen. Aber wir werden ohnehin meist mit Isomatten über Deck schlafen, dort ist die tropische Hitze besser zu ertragen. Das Boot verfügt über einen großen Konferenzraum mit Fenstern an nahezu allen Seiten.
Frisches Obst und Gemüse mussten noch besorgt werden. Es ist ein echtes Erlebnis, hier einkaufen zu gehen. Supermärkte gibt es nicht. Kleine Stände reihen sich in einer Markthalle aneinander. Jeder der Stände bietet andere Früchte und fremdes Gemüse an. Wir kauften unter anderem eine "Jack"-Frucht: eine rießige, schwere, stachelige Frucht, die wir bestimmt bald probieren werden.
Bild: Mike Horn SARL/Photo: Dmitri Sharomov Vergrößern
Das Forschungsschiff "Pangaea" segelte durch die Inselwelt Indonesiens.
Nach einer kurzen Stärkung - und der ersten Begegnung mit einem großen Waran - ging es zurück an Bord. Und dort hieß es Segel gesetzt und los. Das Segelsetzen auf der 35 Meter langen "Pangaea" ist jedoch sehr anstrengend. Da das Boot möglichst umweltfreundlich gebaut ist, werden die Segel nicht hydraulisch, sondern durch Muskelkraft gesetzt. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis das Schiff schliesslich unter vollen Segeln fuhr.
Beim Segeln müssen wir schichtweise mithelfen: in Dreierteams für jeweils zwei Stunden. Nachts um 22 Uhr kamen wir bei sternenklarem Himmel an unserem Ziel - der Insel Mabul - an. Meine nächste Schicht beginnt um 2 Uhr. Ich werde versuchen noch ein bisschen zu schlafen.
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