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Dr. Mark W. Moffett
- Biografie -
Nicht zu Unrecht nennt sich Mark W. Moffett Doctor Bugs ("Dr. Ungeziefer"): Spinnen, Ameisen und Frösche gehören zu den Lieblingsmodellen des amerikanischen Fotografen. "Schon als Kind war ich verrückt nach Fröschen", sagt Moffett. "Ich sammelte sie und war - mit 14 Jahren - Gründungsmitglied der Reptilien- und Amphibienforschungsgesellschaft von Wisconsin."
Moffetts herausragende Gabe ist es, mit seinen Bildern den Betrachter so in den Bann zu ziehen, dass er jegliche Scheu vor diesen Geschöpfen verliert. Vorwiegend mit Großaufnahmen der Kleinstlebewesen beeindruckt er sein Publikum. "Entscheidend ist es, Menschen vergessen zu lassen, wie klein manche Dinge sind", beschreibt Moffett seine Arbeitsweise. Um die außergewöhnlichen Fotos zu erhalten, verlagert der New Yorker seinen Arbeitsplatz in das Blätterdach der größten Regenwälder der Welt. Ob in Peru, Französisch-Guyana, Thailand oder China: Moffett sucht in den Baumkronen wie in einer Schatzkiste der Biodiversität nach den verschiedenen Insektenarten. Er sagt: "Bäume sind wie Gebäude und Wälder sind wie Städte. Als Umweltschützer und Tierverhaltensforscher klettere ich auf Bäume, um die komplexe Architektur des Waldes zu analysieren und wie die Tiere darin leben." Besonderen Bekanntheitsgrad erlangte der New Yorker mit seinen Nahaufnahmen des Pfeilgiftfrosches (Phyllobates terribilis), eines der global giftigsten Landlebetiere, den er in einem schmalen Tal in West-Kolumbien aufspürte.
Nach Abschluss seines Ökologie-Studiums in Harvard verbrachte Moffett für seine Promotionsrecherchen zwei Jahre in den Regenwäldern Asiens und zählt heute zu den führenden Kennern des tropischen Regenwaldes. Im Dezember 1994 veröffentlichte er sein erstes Buch The High Frontier: Exploring the Tropical Rainforest Canopy. Von 1998 bis 2000 arbeitete Moffett als Harvard Associate in Anthropology und war von 1999 bis 2004 als Wissenschaftler am Museum für Wirbeltierkunde an der University of California in Berkeley tätig. Derzeit ist Moffett Mitglied am Institut für Insektenkunde an der Smithsonian Institution. Im Jahr 2006 verlieh ihm der Explorers Club die Lowell Thomas Medal for Exploration für seine Erkenntnisse über die Baumkronen des Regenwaldes.
Obwohl Moffett nie einen Fotokurs belegt hat, wurde er mit zahlreichen Preisen für seine Aufnahmen ausgezeichnet. Fünf seiner Fotografien zählen zu den 100 besten Wildlife-Fotos von NATIONAL GEOGRAPHIC. Seit 1986 erscheinen regelmäßig Bilder von Moffett auf den Titelseiten des Magazins.
Zurzeit lebt Moffett in Greenport (NY), wo er an seinem zweiten Buch arbeitet.
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