Frans Lanting

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Frans Lanting

- Biografie -

Pinguine waren für lange Zeit seine nächsten Freunde. Im Dschungel wurden seine Ausrüstung und er selbst Teil der Nahrungskette: Schimmelpilze wuchsen auf den Objektiven der Kameras und parasitische Insekten fraßen sein Muskelfleisch.

Frans Lanting ermöglicht mit der Kamera eindringlich nahe Begegnungen mit Tieren in ihren natürlichen Lebensräumen. Auch auf ökologische Probleme versucht der Fotograf aufmerksam zu machen. "Vielleicht bin ich Teil der letzten Generation von Fotografen, die die Natur in ihrer ganzen Schönheit darstellen kann", sagt Lanting, der 1951 in den Niederlanden geboren wurde, von sich selbst.

Mit den ersten Bildern, die der damals 21-Jährige auf einer Rucksackreise durch die Nationalparks der Vereinigten Staaten machte, war er so unzufrieden, dass er sich eine neue Kamera kaufte und mit ihr in den Parkanlagen von Rotterdam weiter übte. Parallel zu seinem Studium der Umweltökonomie beschäftigte er sich mit den Arbeiten der großen Fotografen seiner Zeit. Seit 1980 widmet der Autodidakt sich ausschließlich der Fotografie.

Mitte der 80er Jahre erhielt Lantings Karriere dann einen entscheidenden Schub: Für die Februar-Ausgabe 1987 des amerikanischen NATIONAL GEOGRAPHIC erarbeitete der Niederländer eine exklusive Fotoreportage über die ökologischen Probleme Madagaskars. Das Ergebnis seiner Arbeit wurde 1988 und 1989 bei dem World Press Foto-Wettbewerb ausgezeichnet. Auf der afrikanischen Insel gelangen ihm auch einzigartige Bilder von Lemuren, kleinen, sagenumwobenen Fingertierchen, die nur hier auf diesem riesigen Eiland im Indischen Ozean vorkommen und lange Zeit als ausgestorben galten.

Lantings Bildreportage, die er anschließend über die Tierwelt des Okavango Deltas in Botswana erarbeitete, veröffentlichte das amerikanische NATIONAL GEOGRAPHIC Magazin im Dezember 1990. Im Jahr 1991 wurde er für eines der Bilder aus jener Reportage bei dem britischen Wettbewerb "BBC Wildlife Photographer of the year" geehrt. Seit Herbst 2001 gehört er zum Kreis der fünf "Top-Fotografen der Society". Frans Lanting lebt zusammen mit seiner Frau Christine Eckstrom in den Vereinigten Staaten.

Bücher von Frans Lanting sind:

• Jungles (2000)
• Living Planet (1999)
• Pinguin (1999)
• Eye to Eye: Intimate Encounters With the Animal World (1997)
• Bonobo: The Forgotten Ape (1997)
• Animal Athletes (1996)
• Okavango: Africa's Last Eden (1993) - Kodak Fotobuchpreis
• Peace on Earth (1993)
• Forgotten Edens (1993)
• Madagascar: A World Out of Time (1990)
• The Total Penguin (1990)
• Islands of the West (1985)

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