Serengeti: Löwen töten Löwen

Artikel vom 15.12.2016  —  Autor: Merlin Gröber  —  Bilder: Michael Nichols/National Geographic Creative
Löwen

Bild oben: Das Vumbi-Löwenrudel ruht sich im Serengeti-Nationalpark aus. Die Aufnahme gelang dem NG-Fotografen Michael Nichols 2013.

„Die Menschen sollen über die wunderbaren Tiere staunen.“

Der Löwe hat keinen natürlichen Feind außer andere Löwen. Das ist ein Gesetz der Serengeti. In der natürlichen Umgebung sind Kämpfe zwischen Rivalen die häufigste Todesursache. Löwen rotten sich in Rudeln zusammen, um eine höhere Überlebenschance zu haben. „Man merkt rasch, wie sehr die Großkatzen von einander abhängig sind“, sagt Michael Nichols. Rund eineinhalb Jahre lang lebte er in Ostafrika, um die Tiere zu fotografieren. So entstanden mehr als 200.000 Aufnahmen, in denen er uns die Löwen so nahe bringt wie nie zuvor. „Die Menschen sollen über diese wunderbaren Wesen staunen“, sagt Nichols.

Die Rudel im Serengeti-Nationalpark haben alle einen eigenen Namen. Das Vumbi-Rudel auf dem Foto oben, ruht sich gerade auf einer Felskuppe in der Nähe einer Wasserstelle aus. Hier sind die Löwen ungestört und sehen schon von Weitem, wenn sich jemand nähert. In der Serengeti können in einem Rudel bis zu 18 Tiere zusammenleben. Die beste Überlebenschance haben Gruppen mittlerer Größe. Sind Rudel zu klein, können sie nur schwer ihren Nachwuchs durchbringen. Ist das Rudel zu groß, kommt es zu harten internen Machtkämpfen.

Das Bild ist Teil der NG-Reportage "C-Boy, der König der Löwen", erschienen im August 2013.


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