Editor's Note Dezember 2009

Bilder: Chris Johns
Editor's Note

Bild: Chris Johns, National Geographic Stock Vergrößern

In Kanada fing Gordon Alec vom indigenen Volk der Lillooet die Lachse noch so wie seine Urahnen.

US-Chefredakteur Chris Johns über die reichen Lachvorkommen Kamtschatkas:

Rotlachse schnellen den Strom hinauf und springen mit kräftigem Schwanzschlag aus dem Wasser. Ihre silbern glänzenden Bäuche spiegeln die Sonne. Der Instinkt führt sie zum Laichen zurück in die Gewässer ihrer Geburt in der kanadischen Provinz British Columbia. Kommerzielle Fischer fangen 90 Prozent der Lachse, noch bevor sie die Odyssee flussaufwärts antreten können. Aber die Übrigen sind noch längst nicht am Ziel ihrer Wanderung angekommen, wie ich vor vielen Jahren auf einer Reise für National Geographic beobachtete. ­Gebannt verfolgte ich den 13 Jahre alten Gordon Alec (Foto) vom indigenen Volk der Lillooet, wie er am Oberlauf des Fraser River sein Netz auswarf und den Fang an Land zog. Im Sommer campen Jung und Alt unter dem ­sternklaren Himmel und feiern dieses Leben. Doch ihre Freude trübt sich, wenn die Ältesten erzählen, wie stark die Bestände zurückgegangen sind. In diesem ­Monat nehmen uns der Autor David Quammen und der Fotograf Randy Olson mit in die raue Landschaft der ­russischen Halbinsel Kamtschatka. Die ­Vor­kommen der sechs pazifischen Lachsarten sind dort noch reich und gesund. Quammen nennt die Region ­einen "Himmel für Lachse". Doch dieses Paradies ist in Gefahr. Von Entschei­dungen, die jetzt dort getroffen werden, wird die Zukunft der Lachse abhängen. "Noch", sagt Quammen, "ist der Ausgang offen."



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