Bild: Chi King/Wikimedia Commons Vergrößern
Entspannt: Drei Pandas genießen im Panda-Reservat Wolong einen kleinen Snack.
Man muss sich die Szene schon ganz genau anschauen, die sich da auf der Wiese des Panda-Parks in Wolong abspielt, um zu erkennen: Das sind ja gar nicht drei Pandas! Nur der kleine von ihnen echt – die beiden großen sind verkleidete Menschen. Unter einem schwarz-weißen Kunstfell verstecken sich zwei Wissenschaftler des Panda-Reservats Wolong in China. Mit dem Kostüm wollen sie vermeiden, dass das Bärchen ihre wahre Gestalt sieht. Denn wenn es sich an Menschen gewöhnen würde, wäre es schwer, den Panda später auszuwildern. Doch genau das haben die Wissenschaftler vor. Auf diese Weise wollen sie dazu beitragen, die bedrohte Tierart vor dem Aussterben zu retten.
Nur 1.600 Pandas leben noch frei
Es gibt heute nur noch etwa 1.600 frei lebende Pandas in wenigen Bergregionen Chinas. Außerdem leben rund 240 Pandas weltweit in Zoos.
Die chinesischen Bambuswälder bieten dem Großen Panda Unterschlupf – und seine Leibspeise: Bambus. Nur ganz selten frisst der Bär auch mal kleine Säugetiere, Fische oder Insekten. Bambus knabbert ein Panda so mühelos, wie wir eine Karotte essen. Er zermalmt die Stängel und Blätter zwischen seinen Backenzähnen. Sobald der Bambus aber blüht, wird er für Pandas ungenießbar. Dann müssen die Bären weiterziehen und andere Wälder aufsuchen.
Forscher im Plüschanzug
Pandas sind vom Aussterben bedroht, auch weil sie so große Reviere brauchen. China hat die Abholzung der Bambus-Wälder weitgehend gestoppt und 50 Naturreservate eingerichtet. Derzeit arbeiten Forscher weltweit daran, diese seltenen Tiere in Gefangenschaft zu vermehren und später auszuwildern. Und wenn es hilft, tragen sie dabei auch schwarz-weiße Plüschanzüge.
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