Alpentouren: Steinböcken auf der Spur

Artikel vom 27.09.2012  —  Autor: Tom Dauer  —  Bilder: Bernd Ritschel
Tour in den bayrischen Voralpen

Bild: Gonstalla/Dürr Vergrößern

Die Route zur Benediktenwand

Mit 1801 Meter Gipfelhöhe ist die Benediktenwand nicht gerade ein Riese. Doch ihre breite, schattige Nordwand überragt respektgebietend das Voralpenland. Und die Wege hinauf sind allesamt nicht kurz! Es schadet daher nicht, sich zwei Tage Zeit zu nehmen.

Am ersten Tag führt der Anstieg vom Wanderparkplatz Gschwendt (617 Meter) bei Benediktbeuern auf Weg 456 durch das Lainbachtal zur Tutzinger Hütte (1325 Meter). Der Wirt, Hans Mayr, ist ein ausgezeichneter Kenner der Berge: Fragen Sie ihn, wenn Sie Informationen zum Weg benötigen!

Am zweiten Tag geht es in einer Rechtsschleife über den leichten Westweg (455) zum Gipfel. Der Abstieg über den Ostweg (456) erfordert etwas Übung und Trittsicherheit; an zwei Stellen erleichtern Drahtseile das Vorwärtskommen.

Wildnisfaktor

Im Lainbachtal wird dem Wanderer eindrücklich vor Augen geführt, welche Urgewalten in den Bergen wirken können.

Der hervorragend konzipierte Wildbach-Lehrpfad führt zu den Schauplätzen zerstörerischer Hochwasser, die von Gewittern ausgelöst wurden.

Während des Aufstiegs zur Benediktenwand benötigt man nur etwas Glück, um die prächtigen Steinböcke zu sehen, die rund um den Gipfel heimisch sind.

Wilde Alpen Bookazine Cover

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Das neue Bookazine "Wilde Alpen" ist ab sofort erhältlich im Zeitschriftenhandel.

Zeit: drei Stunden bis Tutzinger Hütte, fünf Stunden bis Benediktenwand
Höhenmeter: +/- 1200
Kartenempfehlung: Bayerisches Landes­vermessungsamt Bad Tölz / Lenggries, Blatt UK L18, 1:50000

Die vollständige Sammlung aller Touren finden Sie im neuen Bookazine "Wilde Alpen", erhältlich im Zeitschriftenhandel.


(NG, Heft Collector's Edition No. 15 / 2012, Seite(n) 30)

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