Andrea Palladio

Artikel vom 20.12.2010
Andrea Palladio

Bild: Wikimedia Commons Vergrößern

Andrea Palladio

Andrea Palladio gilt als der erste große Berufsarchitekt und einer der bedeutendsten Baumeister der Renaissance in Oberitalien. Seiner Feder entstammen zahlreiche bekannte Bauwerke in Vicenza und Venedig. Auch als Schriftsteller hat er beeindruckende Werke hinterlassen. So gehört seine „Quattro Libri“ zu einem Meilenstein der Architekturtheorie.

Andrea Palladio wurde als Andrea di Pietro della Gondola am 30. November 1508 in Padua geboren. Gefördert durch den Bildhauer Vincenzo Grandi, arbeitete er schon in jungen Jahren als Bildhauer und Steinmetz, bevor er im April 1523 nach Vicenza floh und dort 14 Jahre lang bei bekannten Steinbildhauern lernte und arbeitete.

1536 lernte er den Dichter und Philosophen Gian Giorgio Trissino kennen, der ihn in seine Obhut nahm. Dieser gab Andrea di Pietro della Gondola auch den Namen, unter dem er später berühmt werden sollte: Andrea Palladio. Trissino finanzierte ihm ein Studium und seine erste Reise nach Rom, auf der Palladio die Architektur der römischen Bauten studierte und dieses später auch in zwei Büchern veröffentlichte.

Zu den Werken Palladios gehören Paläste und Villen, ab 1560 aber auch religiöse Gebäude. Die Fertigstellung seines letzten Baus, der Tempietto Barbarano, erlebte er nicht mehr. Palladio starb am 19. August 1580 in Vicenza. Über achtzig Bauwerke hat Palladio geschaffen, einige wurden erst nach seinem Tod in die Tat umgesetzt. Zu den bekanntesten Bauwerken zählen das Teatro Olimpico in Vicenza (ab 1580), die Villa­Foscari (La Malcontenta genannt, 1559-1560) am Brenta-Kanal bei Venedig sowie die Kirche auf der Insel San Giorgio Maggiore (1566-1575).

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