Wer mit dem Zug quer durchs Land auf Entdeckungstour geht, reist umweltbewusst und meist recht bequem. Im „Andean Explorer“, im „California Zephyr“ und in der Lhasa-Bahn wird Landschaft satt auf dem Silbertablett serviert.
Peru
Bild: B. Gardel/Hemispheres Images/Laif Vergrößern
Mitten in den Anden hält der Zug, damit die Passagiere sich die Beine vertreten können.
Zum Titicacasee führen viele Wege. Die Reise von der alten Inka-Hauptstadt Cusco nach Puno mit Ferrocarril del Sur, der peruanischen Südbahn, ist sehr gemächlich und landschaftlich reizvoll. Zehn Stunden dauert die 282 Kilometer lange Fahrt mit dem „Andean Explorer“, und der Zug muss Schwerstarbeit leisten. Anfangs säumen am Rio Huatanay noch saftige Weiden und Felder die leicht ansteigende Strecke, doch bald geht es steil hinauf auf die karge Hochebene Altiplano, vorbei an verschneiten Gipfeln, an Alpakas und Vikunja-Herden. Am höchsten Punkt, dem La-Raya-Pass auf 4319 Metern, macht die Bahn Rast, und die Reisenden können Pullover, Tücher und Taschen aus Kamelwolle kaufen. Danach gleitet der Zug sanft hinab, dem größten See Südamerikas entgegen. Mit ins Gepäck sollte ein Mittel gegen die Höhenkrankheit – Peruaner schwören auf Coca-Blätter.
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