Australien für Entdecker

Bilder: Shutterstock/Sebastien Burel
Felsmalerei in Arnhemland

Bild: Marc Dozier/Hemis.fr/Laif Vergrößern

Felszeichnungen der Aborigines im Nourlangie-Massiv.

Steinland

Steinland nennen die Aborigines die imposanten Sandsteinformationen des Arnhemland-Plateaus im Norden Australiens. Vor etwa 140 Millionen Jahren waren sie ein Kliff im urzeitlichen Meer. Heute ragen die Felsen bis zu 330 Meter hoch aus Regenwäldern auf und sind Teil des Kakadu-Nationalparks, der sich von der Küste ins Landesinnere zieht. Wie auch der Rest des autonomen Arnhemland wird der Park von Ureinwohnern verwaltet. Deren Vorfahren ritzten hier vor Tausenden ­Jahren geheimnisvolle Zeichnungen in die Felsen, etwa am Nourlangie-Massiv.

Weitere Felsmalereien am Mount Borradaile:


Die Aborigines im Arnhemland unterscheiden sechs Jahreszeiten, die sich an den Regenperioden orientieren: Während Banggerreng ist der Himmel klar, die Fluten gehen zurück, es ist Erntezeit. Im Mai und Juni (Yegge) wird es kälter und windig. Anschließend beginnt mit Wurrgeng die Trockenzeit, Bäche verwandeln sich in trockene "billabongs". Die heißeste Zeit zwischen August bis Oktober wird Gurrung genannt. Mit Gunumeleng kehrt durch Schwüle und Gewitter das Leben zurück. Gudjewg schließt den Kreis, der Monsun erweckt in dieser Zeit von Dezember bis März mit seinen Regenmassen explosionsartig Flüsse und Wasserfälle.

Übernachten kann man im Kakadu-Nationalpark auf einem der Zeltplätze – mit 1000-Sterne-Komfort unter freiem Himmel. Zu beachten: Auf den Campingplätzen kann nicht reserviert werden. Wer sein Zelt außerhalb aufschlagen will, benötigt in bestimmten Ecken des Parks eine Sondergenehmigung, die eine Woche im Voraus beantragt werden muss.

Der nordaustralische Sternenhimmel im Schnelldurchlauf:


Weitere Reise-Informationen finden Sie auch in unserem Australien-Special oder auf http://www.australia.com/de/.

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(NG, Heft 10 / 2012, Seite(n) 156 bis 160)

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