London mal anders: Tower Bridge, Oxford Street, Buckingham Palace, Hyde Park – kennt man alles. Wer das Zentrum verlässt und in die Vorstädte fährt, lernt London dagegen von einer anderen Seite kennen. Dort zu entdecken: die klassischen Villages wie Hampstead oder Dulwich, Paläste und Kunst-Installationen, weitläufige Parkanlagen und spannende Museen, lebendige Märkte, die ländlichen Ufer der Themse. All das abseits der ausgetretenen Pfade. Wer nicht immer zu Fuß gehen möchte, kommt auch per Boot oder Fahrrad hin – wir sagen Ihnen, wie.
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Vogelzwitschern. Wasserplätschern. Hausboote. Doch doch, Sie sind noch immer in London! Nur in einem Kajak auf der Themse, bei Sonnenaufgang. Hier paddelt man an historischen Schleusen, den Gärten von Anwohnern und dem prächtigen Palast Heinrichs VIII. vorbei.
Richmond Park
Im 17. Jahrhundert verlegte Charles I. seinen Hof hierher, um der Pest zu entkommen. Den Park nutzte er als Jagdrevier. Heute grast hier Rot- und Damwild, und die Londoner lassen Drachen steigen.
Anreise mit U-Bahn/Vorortzug nach Richmond, dann Bus 371 oder 65 zum Fußgängereingang bei Petersham. Leihräder bei Roehamtpton Gate.
Hier gibt es mehr Infos zum Richmond Park.
Broadway Market
Nur wenige Touristen finden den Weg zu diesem Delikatessen-Markt zwischen Regent’s Canal und London Fields. Samstags kaufen hippe Ost-Londoner hier unter anderem Biokuchen und handgeschöpften Farmkäse. Es gibt auch viele kleine Geschäfte. Ein Abstecher: Die Galerien der Vyner Street. Fahren Sie mit der U-Bahn zu Bethnal Green, von dort sind es etwa 20 Minuten Fußweg.
Weitere Flohmärkte und Vintage-Läden finden Sie hier.
Hampton Court
Vogelzwitschern. Wasserplätschern. Hausboote. Doch doch, Sie sind noch immer in London! Nur in einem Kajak auf der Themse, bei Sonnenaufgang. Hier paddelt man an historischen Schleusen, den Gärten von Anwohnern und dem prächtigen Palast Heinrichs VIII. vorbei. Nehmen Sie die U-Bahn bis Richmond, dann den Bus R68 bis Hampton Court.
Buchung: thamesriveradventures.co.uk.
Mehr Informationen:
Hampton Court Castle
Hofgärten
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Der skurrile „Traffic Light Tree“ steht drei Kilometer entfernt mitten im Finanzzentrum der Docklands (Herons Quay, dann fünf Minuten zu Fuß).
Jewish Museum Camden
Im Zweiten Weltkrieg flohen etwa 17000 jüdische Verfolgte nach London, darunter 10000 unbegleitete Kinder. Heute leben in der Stadt etwa 200000 Juden. Das Museum zeigt ihre Geschichte; unter anderem Fotos vom jüdischen Leben in London zwischen 1900 und 1940 und eine venezianische Bundeslade aus dem 17. Jahrhundert. Anreise mit der U-Bahn: Ausstieg Camden Town.
Mehr Informationen:
Jewish Museum London.
Camden Town
Docklands
Trinity Buoy Wharf bietet mit seiner Container-City Künstlern ein Zuhause. Hier steht auch Londons einziger Leuchtturm (Docklands Light Railway zur East India Station, dann zehn Minuten zu Fuß). Der skurrile „Traffic Light Tree“ steht drei Kilometer entfernt mitten im Finanzzentrum der Docklands (Herons Quay, dann fünf Minuten zu Fuß).
Sehen Sie hier ein Time Lapse-Video der Skulptur.
Mehr Informationen:
Trinity Buoy Wharf
Container-City
Bild: Alan Copson/Jai/Corbis Vergrößern
Schöner lernen und staunen: das „Eden Project“.
Blühende Öko-Landschaften
Der Regenwald beginnt kurz hinter Bodelva in Cornwall. Unter riesigen Dächern – so groß, dass der Tower of London hineinpassen würde – gedeihen in tropischer Hitze Bananenstauden, Kakaobäume und seltene Pflanzen. All das bei minimalem CO2-Ausstoß. Eine halbe Stunde entfernt von diesem „Eden Project“ wachsen in den „Lost Gardens of Heligan“ Waldgeister aus der Erde. Beide sind ökologische Projekte des früheren Musikproduzenten Tim Smit. Und beide sind Vertreter eines neuen Stils im Land der Gärten: Statt Rosenrabatte und akkuraten Rasen zu pflegen, will man Denkanstöße geben, Stellung beziehen, Gegenwartskunst hervorbringen. Die „Lost Gardens“ wurden 1990 völlig verwahrlost entdeckt; im 19. Jahrhundert waren sie das Vorzeigeobjekt eines Adeligen gewesen. Das „Eden Project“ entstand in einer stillgelegten Grube für Porzellanerde.
Mehr Informationen:
"Eden Project"
"Lost Gardens of Heligan".
Bild: Sabine Bungert/Laif Vergrößern
In Muncaster Castle soll es mehr spuken als in anderen Schlössern Englands.
Geisterhaftes York
York hat 200000 Einwohner, 70 Schulen, 14000 Studenten, 365 Pubs – und 140 Geister. So behaupten es jedenfalls die Yorker. Nacht für Nacht zeigen Geisterführer die Orte des größten Grusels. Etwa ein ehemaliges Waisenhaus – dort sollen regelmäßig die Schreie von Kindern zu hören sein, die vor 150 Jahren gestorben sind. Und den Fluss Ouse, aus dem, wie es heißt, die Seelen der Ertrunkenen aufsteigen. Die Lust am Schaudern hat in Großbritannien Hochkonjunktur: In einer Umfrage gaben 39 Prozent an, sie glaubten an Geister. 1950 machten diese Aussage gerade mal zehn Prozent der Befragten. Mittlerweile kann man im ganzen Land auf Spukschlössern übernachten und in fast 600 heimgesuchten Pubs einkehren. Auch im alten Yorker Gefängnis sollen verstorbene Insassen ihr Unwesen treiben. An mehr als 500 Orten seien schon Gespenster gesehen worden, behaupten die Yorker. Vor allem in alten Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert, als die Stadt eine Blüte erlebte. Wer an all das nicht glauben mag, der kann sich an die ganz reellen Geschichts-Hinterlassenschaften halten: Das Yorker Münster mit seinen Buntglasfenstern oder die mittelalterlichen Gassen und Häuser lohnen allemal einen Besuch. Außerdem feiert die Stadt 2012 ihr 800-jähriges Bestehen.
Geistertouren unter The York Ghost Walk Experience sowie Ghost Hunt of York.
Hier geht`s zur offiziellen Tourismus-Seite der Stadt York.
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