Heilige Orte

Kakku, ­Myanmar

Kakku frau gehend

Bild: Shutterstock Vergrößern

Das Pagodenfeld Kakku erstreckt sich unweit des Inle-Sees, Myanmar.

Mehr als 2000 Pagoden recken sich hier auf etwa einem Quadratkilometer in den Himmel. Aus­länder konnten diesen prächtigen Ort bis in die neunziger ­Jahre kaum kennen, geschweige denn betreten. Für die hier ­lebenden Pa-O ist Kakku das wichtigste Heiligtum. Zum Vollmond im Tabaung – dem letzten der zwölf birmanischen Monate, etwa im Februar und März – leeren sich jedes Jahr die Dörfer, und für drei Tage errichten die Menschen eine kleine Stadt aus Zelten und Marktstände rund um Kakku. ­Natürlich ist das Vollmondfest reli­giös, zwischen den Pagoden opfern die Pa-O Kerzen und Räucherstäbchen für Buddha. Drum herum aber geht es lustig zu, mit Gesängen und Tanz bis spät in die Nacht. Das Fest ist Treffpunkt für die umliegenden Dörfer – und ein Heiratsmarkt.

Reiseinformationen:

Kakku Pagoden

Bild: Sirizhatr Karrassamee/Shutterstock Vergrößern

Kakku liegt südöstlich von Mandalay im Shan-Staat. Per Zug geht es über den Umsteigebahnhof Thazi nach Heho oder Shwe Nyaung, per Flugzeug (Air Mandalay, Yangon Airways) fliegt man nach Heho.

Eine der beiden möglichen Routen nach Kakku führt zunächst in die hoch gelegene Hauptstadt des Shan-Staates, Taunggyi. Das ganze Jahr über kann man von Taunggyi aus über den Landweg bis nach Kakku fahren. Die Fahrt der 33 km langen Strecke von Taunggyi nach Kakku dauert circa drei Stunden.

Außerhalb der Regenzeit führt eine andere Route zunächst an den Inle-See, wo auch die Phaung Daw Pagode und das Nga Phe Kyaung Kloster besichtigt werden können, welches in Folge seiner dressierten Katzen unter dem Namen Monastery of the jumping cats bekannt ist. In Begleitung eines lokalen Führers fährt man mit dem Boot über den See nach Nampan und begibt sich dann auf eine 6-stündige, ansteigende Wanderroute nach Kakku.

Mehr Informationen finden Sie hier:
Reisen-myanmar.net
Myanmartravelinformation.com

Informationen zum Land und aktuelle Sicherheitshinweise:
Auswärtiges Amt
Deutsche Botschaft Myanmar

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Netzwerk Myanmar

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(NG, Heft 12 / 2011, Seite(n) 162 bis 166)

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