In exotische Warenwelten

Autor: Franziska Bossy
Sahara

Bild: Shutterstock Vergrößern

Noch heute wird das Salz aus der äthiopischen Wüste Danakil mit Kamelen zum Markt in Mekele gebracht.

Tee und Salz, Weihrauch und Seide: Die Güter Asiens und Afrikas waren einst so begehrt, dass große Handelswege nach ihnen benannt wurden. Wie die in Vergessenheit geratene Teestraße, die unser Reporter erkundete. Heute sind viele dieser Routen beliebte Reiseziele, denn dort kann man erstaunliche Geschichten erleben. Einige von ihnen erzählt ­Wilhelm Hauff in seinem Zyklus „Die Karawane“: Da kauft ein Kalif ein Schnupfpulver, das ihn in einen Storch verwandelt – und als Vogel rettet er eine verzauberte Prinzessin. Auch in der Realität locken die exotischen Wege mit märchenhaften Abenteuern...

Äthiopien
Die Karawanen im Nordosten Äthiopiens ziehen durch die endlose Salzsenke der Wüste Danakil. Trekkingreisen in dieser Gegend führen auch durch ein spektakuläres Geothermalgebiet – die Kraterregion des tiefstgelegenen Landvulkans der Erde: Der ­Dallol liegt 48 Meter unter dem Meeresspiegel. Durch eine Hunderte Meter dicke Schicht aus Schwefel und Mineralien steigt hier heißes Wasser auf. An der Oberfläche bilden Ablagerungen mit bizarren Formen und Farben eine Landschaft wie auf einem fremden Planeten. Auch die Salzschicht in der Danakilsenke reicht mehr als einen Kilometer in die Tiefe. In seiner reinsten Form gibt es das „Weiße Gold“ am Aselesee. Es wird noch auf traditionelle Weise gebrochen. Die Nomaden aus dem Volk der Afar bringen es mit Kamelen und Dromedaren zu den Märkten in Berahile und Mekele. Die Salztafeln, amolé genannt, sind seit Jahrhunderten eine wich­tige Einkommensquelle der Bevölkerung. In Äthiopien und einigen anderen Ländern Afrikas galten sie einst als Zahlungsmittel.

Weitere Informationen zu Reisen in Äthiopien finden Sie hier: www.tourismethiopia.org

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(NG, Heft 8 / 2010)


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