Haben Sie den Blues im Blut? Schmachten Sie dahin, wenn die sehnsuchtsvollen Takte des Tangos ertönen? Berauschen Sie sich an den rasanten Rhythmen des Balkanbrass? Dann lassen Sie sich auf diesen Seiten inspirieren: Zu Reisen durch Landschaften und Städte, die in Melodien Eingang gefunden haben.
Auf dem Blues-Highway
Bild: Courtesy of The Oxford American (www.oxfordamerican.org) Vergrößern
Eine Bar in Clarksdale, wo der Gitarrist Robert Lee Johnson – „King of the Delta Blues“ – dem Teufel seine Seele verkauft haben soll, um die Musik zu beherrschen.
Kaum eine Landschaft ist so eng mit ihrer Musik verbunden wie das Mississippidelta mit dem Blues. Die weiten Baumwollfelder zeugen noch heute von seiner Geschichte: von der Zeit, als Sklaverei dieses Land beherrschte und viele Schwarze Trost in melancholischen Melodien suchten. Nach der Befreiung zogen sie aus dem Delta nach Memphis, wo ihre Musik zum Weg-bereiter unter anderem des Rock ’n’ Roll werden sollte.
Auf dem Blues-Highway, der die Migranten weiter bis nach Chicago im Norden und nach New Orleans im Süden führte, verläuft heute die U.S. Route 61. Die 2300 Kilometer lange Strecke ist besonders in Mississippi wie gemacht für einen Roadtrip auf den Spuren dieser uramerikanischen Musik. Besonders stark verwurzelt ist sie in der Stadt Clarksdale, die sich selbst als Weltkapitale des Blues bezeichnet und diesem Anspruch mit ihren Clubs und dem Delta Blues Museum alle Ehre macht.
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