Kulturschatz Türkei

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Festungen, Felskirchen und Figaro: Die Türkei bietet ein spannendes Zusammenspiel von Historie und Moderne in Istanbul, von Natur und Kultur in Kappadokien, von Oper und Tanzspektakel in Aspendos.

Kiz Kulesi

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Ein beliebtes Ausflugsziel vor der Silhouette Istanbuls: der Leanderturm im Bosporus.

Istanbul

Viele Legenden ranken sich um den Leuchtturm Kiz Kulesi, der malerisch gelegen aus dem tiefblauen Bosporus vor Istanbul aufragt. Der türkische Name bedeutet Mädchenturm: Einst soll ein Sultan seine Tochter hier eingesperrt haben, um sie vor einer Prophezeiung zu schützen, nach der sie ein Schlangenbiss töten würde. Alles vergeblich: Das gefürchtete Reptil gelangte in einem Obstkorb zu seinem Opfer. Kiz Kulesi ist auch als Leanderturm bekannt – benannt nach einem Helden aus der griechischen Mythologie, der zu seiner Geliebten schwamm und ertrank.

So tragisch diese Mythen sind, so wechselhaft ist die wahre Geschichte des Turms. Im Mittelalter als Holzfestung erbaut, diente er der Verankerung einer Kette, die Feinden den Zugang zum Bosperus versperrte. Das heutige Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und wies lange Zeit Seefahrern den Weg. Später wurde der Turm als Quarantänestation, Zollhaus und Alterssitz für Marineoffiziere genutzt. Heute beherbergt er ein beliebtes Restaurant, das die Gäste vor allem wegen der grandiosen Aussicht anlockt. Sie hat auch Hollywood inspiriert – im James-Bond-Klassiker „Die Welt ist nicht genug“ versteckt sich die Schurkin Elektra in diesem Gemäuer.

Die ganz persönlichen Istanbul-Tipps von Einheimischen finden Sie unter
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Hagia Sophia, Chora-Kirche und der Große Basar – Sehenswürdigkeiten, die kein Istanbul-Tourist auslassen sollte. Eine Dampfer-Fahrt über den Bosporus gilt als weiteres Highlight. Mit wehenden Haaren zwischen zwei Kontinenten schippernd, lässt sich der Blick über die Metropole genießen.

Südöstlich des Bospurus, auf der asiatischen Seite der türkischen Hauptstadt, liegen die Prinzeninseln. Ein Archipel aus neun Eilanden, von denen fünf bewohnt sind. Autos gibt es nicht. Dafür tragen Kutschen die Besucher über die blumigen Inselpfade, vorbei an den Villen und Wochenenddomizilen reicher Istanbuler. Kleiner Tipp: Wer die Inseln in Ruhe entdecken will, sollte während der Woche übersetzen. Am Wochenende ergießen sich massenhaft Tagesausflüger über die Inseln.

Noch ein Geheimtipp: Das Stadtviertel Çukurcuma. Nur wenige Straßen südlich vom wuseligen Taksim-Platz führen historische Gassen durch ein El Dorado für Antiquitätensammler. Das ehemals von Griechen bevölkerte Viertel beherbergt Trödler, Jungdesigner und Künstler und gilt als In-Viertel im Kommen. Entdecken Sie es, bevor es alle anderen tun.

Im Video verrät Ihnen der ehemalige ARD-Korrespondent Peter Althammer mehr über Çukurcuma:


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(NG, Heft 09 / 2012, Seite(n) 144 bis 148)

Das Leid war mir von den Schutthaufen entlang des Marmarameers bis in die öde und felsige Landschaft im Osten der Türkei gefolgt. Gemis olsun - möge es vorüber sein. So oft habe ich diese Worte zu Überlebenden der mörderischen Erdbeben in der Nähe von Istanbul gesagt. Dabei weiß ich: Es wird niemals vorüber sein. mehr...
Keine Bäume. Keine Telefone. Kein Luxus. Je höher man ins Bergland hinter der türkischen Schwarzmeerküste hinaufsteigt, je weiter man nach Georgien und in den Kaukasus vordringt, umso karger werden die Landschaft und das Leben der Menschen. Keine befestigten Straßen mehr. Man holpert über steinige Pfade und lässt Stück für Stück die Attribute des gewohnten Lebens hinter sich. mehr...

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