Unser Sinnesapparat ist wie eine Polaroidkamera: Jede Momentaufnahme ist einmalig. Die Kombination der Eindrücke, die wir sehen, schmecken, riechen, ertasten und hören, ist sekündlich anders und neu. Besonders dicht ist die Fülle der Impressionen an den legendären Wanderrouten der Welt. Sie kitzeln die Netzhaut mit atemraubenden Panoramen oder schmeicheln den Ohren mit rhythmischem Meeresrauschen – in den Hochebenen von Australien, in den weiten Tälern im Norden Indiens oder an der wilden Küste Westkanadas.
Overland Track, Australien
Bild: Neale Cousland / Shutterstock Vergrößern
Wanderer können Tasmanien noch fast so naturbelassen erleben wie der Seefahrer Abel Tasman im Jahr 1642.
Zerklüftet zeigte sich dem Niederländer Abel Tasman in der Ferne eine Gebirgskette. An einem Novembertag des Jahres 1642 entdeckte er ein Stück Erde, für das er das Namensrecht beanspruchen darf: Tasmanien, eine Insel Australiens. So steil wie die Hänge dort ansteigen, so sanft wölben sich die Hügel am Horizont. Gegensätze wie dieser prägen die Landschaft am Overland Track. Der beliebteste Wanderweg des Fünften Kontinents führt über 65 Kilometer vom Nationalpark Cradle Mountain bis zum tiefsten See Australiens, dem Lake St. Clair. Um den höchsten Gipfel, den 1617 Meter hohen Mount Ossa, tosen die „Roaring Forties“, deren Westwinddrift in den 40. Breitengraden schon Tasman nutzte. Eine ideale Trekking-Tour für Menschen, die gern die Natur am eigenen Leibe spüren und Begegnungen mit Tieren in freier Wildbahn nicht scheuen: Freche Opossums rauben nur allzu gern den Proviant.
Weitere Informationen: www.overlandtrack.com.au
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