Ein Patentrezept für tierisches Vergnügen? Man tausche Jeep, Reisebus oder Schneemobil gegen Kamel, Pferd oder Hundeschlitten. Wer mit nur rund 1 PS reist, beschert sich selber einen großen Lustgewinn. Denn das Lauftempo der wohl natürlichsten aller Fortbewegungsmittel entschleunigt die Unrast moderner Lebensweisen. Ein schöner Weg, um die Zeit zu bremsen: beim Trekking mit höckrigen Paarhufern durch die libyschen Sandmeere, mit Planwagen auf den Spuren der amerikanischen Pioniere oder – etwas schneller – mit Huskys durch die Winterlandschaften Skandinaviens.
Bild: Virginja Valatkiene/Shutterstock Vergrößern
Gemächlich führen die Tuareg die Kamelkarawanen durch die Sahara. Die welligen Dünen wandern mit den wechselnden Winden.
Kameltrekking
Per Wüstenschiff durch das Sandmeer: Im Süden von Libyen erheben sich schroff die Kämme des Akakusgebirges. Hier liegt das Land der Tuareg, der Führer für Kamelkarawanen etwa in die märchenhafte Region Fessan. 5000 Jahre alte Felszeichnungen erinnern dort an frühe Jäger, die mit diesen Symbolen vermutlich die Kräfte der Raubtiere beschworen. Salzwasseroasen von überirdischer Schönheit – wie Umm al-Maa – zeugen von einem uralten großen Gewässer, dem Megafessan-See.
Informationen:
Anbieter für Kameltrekking in Libyen finden Sie zum Beispiel unter dem Stichwort „Akakus“ im Internetportal „Forum anders reisen“ – einem Verbund von Firmen, die sich nachhaltigerem Reisen verpflichten. Vor Fahrten nach Libyen ist es unbedingt ratsam, aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu beachten.
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