Reisetipps: Kaziranga Nationalpark

Autor: Lisa Reggentin
Indisches Panzernashorn

Bild: Jeremy Richards / Shutterstock Vergrößern

Das einhörnige Panzernashorn ist heute nur noch im Nordosten Indiens zu finden. Im Kaziranga Nationalpark leben um die 1.500 Tiere.

Anreise:
Der Kaziranga Nationalpark liegt im Nordosten Indiens, im Bundesstaat Assam. Das Parkgebiet wird im Norden von Brahmaputra, im Süden von der Nationalstraße 37 begrenzt. Für einen Besuch des Kaziranga Nationalparks eignen sich verschiedene Städte nahe des Nationalparks als Ausgangspunkt der Reise: Nationale Fluglinien fliegen die Flughäfen von Tezpur (80 km), Jorhat (97 km), Guwahati (220 km) und Dibrugarh (220 km) mehrmals täglich an. Von hier aus ist der Nationalpark dann problemlos mir dem Bus zu erreichen. Busse aus allen Richtungen halten in Kohora, dem Haupteingang an der Nationalstraße 37. Den Weitertransport übernimmt Network Travels.

Visum:
Ausländische Touristen benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepass und ein Visum, um in Indien einreisen zu können. Für die Beantragung eines Visums kann man sich innerhalb Deutschlands an verschiedene Stellen wenden: Die Cox and Kings GmbH ist für die Städte Berlin und München zuständig. IGCS Visa & Consular Services ist für die Städte Hamburg, Köln und Frankfurt am Main zuständig.

Klima und Reisezeit:
Beste Reisezeit für einen Besuch des Kaziranga Nationalparks sind die Monate von November bis April. In dieser Zeit fällt kaum Regen. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt 32 Grad, die im Winter 10 Grad. Wegen dem stürmischen Monsun eignen sich Reisen im Zeitraum von Juni bis September nicht. Etwa zwei Drittel der Parkfläche sind in diesem Zeitraum überschwemmt. Wegen Überflutungsgefahr durch den Strom Brahamaputra ist der Kaziranga Nationalpark von Mai bis Anfang November geschlossen.

Aktivitäten im Park:
Der zum Weltkulturerbe ausgewiesene Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 430 Quadratkilometern. In und um den Nationalpark ist die Hauptattraktion die Beobachtung der Natur und des Wildlebens. Für Touristen werden geführte Touren auf Elefanten oder in Jeeps angeboten. Über den Park verteilt befinden sich fünf Beobachtungstürme.

Fauna:
Besonders am frühen Morgen ist ein Besuch des Parks ein aufregendes Erlebnis, denn hier begegnet man Elefanten, Rotwild, wilden Büffeln, Asiatischen Windhunden, Leoparden, Kragenbären, Gangesdelfinen und dem berühmten Panzernashorn, das hier mit rund 1500 Exemplaren die größte Konzentration auf dem gesamten Subkontinent aufweist. Die ungefähr 80 Tiger in Kaziranga sind sehr scheu, ab und zu kann man aber trotzdem einen in der offenen Grassavanne beobachten. Zu den vielen hier lebenden Vogelarten gehören Reiher, Störche, Fischadler, Eisvögel und eine Kolonie grauer Pelikane.

Flora:
Die Parklandschaft besteht aus Hochgrasfluren, Sumpfgebieten und Waldungen. Das ganze Gebiet ist umgeben von vier großen Flüssen. Die enormen Freiflächen sind mit Elefantengras und tropischen, breitblättrigen Wäldern bedeckt. Außerdem befinden sich zahlreiche Wasserlöcher im Park. Die westliche Seite liegt tiefer als der östliche Teil. Im hochgelegenen Westteil findet man hauptsächlich Elefantengras, während im Osten kürzeres Gras wächst.

Wissenswertes:
Im Park kann man sich nur in Begleitung von authorisierten Führern bewegen. Das Wandern ist im Park nicht erlaubt, da die Gefahr eines Zusammentreffens von Mensch und Tier zu groß ist.

Asiatische Elefanten

Bild: Jeremy Richards / Shutterstock Vergrößern

Zu den wilden Tieren im Kaziranga Nationalpark gehören auch über 2.500 Asiatische Elefanten.

Ausflüge innerhalb des Nationalparks können im Vorhinein gebucht werden und führen entlang der drei Hauptwege. Es ist auch erlaubt, mit dem eigenen Auto in den Park zu fahren, allerdings wiederum nur in Begleitung eines Führers.

Für weitere Informationen steht im Park ein Dolmetschzentrum für Touristen zur Verfügung und auch Touristenunterkünfte werden innerhalb des Parks angeboten.

Die Eintrittsgelder für Inder und Touristen variieren – man sollte sich vorab darauf vorbereiten, einen deutlich überteuerten Preis zahlen zu müssen.

Weitere Informationen finden Sie hier.



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