Reisetipps: Tibet

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Mit der Tibetbahn nach Lhasa

Zugreise nach Tibet

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Die Tibetbahn ist die höchstgelegene Eisenbahnstrecke der Welt. Sie übertrifft sogar die Andenbahn in Peru um 255 Meter.

Die Nordroute der High Tea Road verläuft vor Lhasa entlang der Zugstrecke Qinghai – Tibet. Eine Fahrt mit der sogenannten "Tibetbahn" ist ein ganz besonderes Reiseerlebnis. Knapp die Hälfte der 2000 Kilometer von Xining nach Lhasa werden dabei auf einer Höhe über 4000 Meter zurückgelegt. Unterwegs passiert man mit Tanggula (5068 über NN) den höchsten Bahnhof der Welt. Die Schlafabteile der Soft-Sleeper-Kategorie sind deshalb mit einem System zum Druckausgleich sowie mit Sauerstoffdüsen an den Betten ausgestattet. Die komfortablen 4-Bett-Abteile sind allerdings oft für Gruppenreisen reserviert, die von verschiedenen Reiseveranstaltern angeboten werden. Der Streckenabschnitt zwischen Golmud und Lhasa wurde erst 2006 fertig gestellt und gehört zu den größten Prestigeprojekten der Regierung in Peking. Die reine Fahrtzeit zwischen Golmud und Lhasa beträgt zwölf Stunden. Wer bereits in Peking den Zug besteigt (Fahrtkosten umgerechnet etwa 40 Euro) muss mit einer Fahrtzeit von 48 Stunden rechnen, die durch zahlreiche Zwischenstopps natürlich noch verlängert wird. Weitere Informationen bietet auch die englischsprachige Internetseite der Qinghai Tibet Railway.

Lhasa

Potala-Palast in Tibet

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Mit dreizehn Stockwerken und 999 Räumen ist der Potala-Palast sicher das eindrucksvollste Wahrzeichen von Lhasa.

Durch die Tibetbahn ist vor allem Lhasa. die einstige Heimatstadt des Dalai Lama und die Hauptstadt der autonomen Region Tibet, verstärkt in den Fokus des Tourismus gelangt. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der 500000-Einwohner-Stadt zählt der dreizehn Stockwerke hohe Potala-Palast, der größtenteils aus dem 17. Jahrhundert stammt. Die auch als "Winterpalast" bekannte Residenz der Dalai Lamas wurde 1994 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturdenkmäler aufgenommen. Daneben warten zahlreiche andere Tempel und Paläste sowie das tibetische Museum mit 30000 Exponaten zur buddhistischen Kultur Tibets auf Besucher. Für Tibetreisen wird nicht nur ein chinesisches Visum sondern auch eine entsprechende Sondergenehmigung (TAR-Permit) benötigt. Am einfachsten umgeht man die Formalitäten als Teil einer von einem Veranstalter organisierten Reisegruppe. Individualreisende müssen sich an die chinesische Botschaft in Deutschland wenden. Lhasa ist von Peking aus mit dem Zug oder über Direktflüge, zum Beispiel mit Air China, erreichbar. Auch von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu aus gibt es eine Flugverbindung. Die beste Reisezeit sind eigentlich die Sommermonate. Die Temperaturen liegen dann um die 15 Grad Celsius. Zu dieser Zeit ist allerdings der Besucherandrang auch am größten und vor dem Potala-Palast bilden sich lange Schlangen. Im Winter hingegen ist Lhasa eher das Ziel tibetischer Pilger. Dann fallen die Temperaturen aber zum Teil deutlich unter den Gefrierpunkt.

Trekking in Tibet
Das beeindruckende Bergpanorama um Lhasa lädt zu Trekkingtouren ein. Dabei sollte man allerdings unbedingt auf erfahrene ortskundige Führer zurückgreifen. Auch deutsche Reiseveranstalter organisieren mehrtägige Trekkingtouren. Allerdings ist die Belastung durch die dünne Höhenluft keinesfalls zu unterschätzen. Eine ausreichende Akklimatisierung sowie eine gute Kondition sind daher unentbehrlich.



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