Santiago Calatrava

Artikel vom 20.12.2010
Santiago Calatrava

Bild: wikimedia commons Vergrößern

Santiago Calatrava ist Architekt, Bauingenieur und Künstler – und gilt in der modernen spanischen Architektur als legitimer Nachfolger Antoni Gaudís. Seine Werke genießen durch innovative Gestaltungsideen und Aufsehen erregende Ingenieurstechnik international ein hohes Ansehen. Zu seinen Spezialitäten gehört die Konstruktion von Brücken.

Geboren wurde Santiago Calatrava Valls am 28. Juli 1951 in Benimàmet, Valencia. Er absolvierte die Schule bis zum Gymnasium in seiner Heimat. Von 1969 bis 1973 studierte Calatrava Architektur an der Escuela Técnica Superior de Arquitectura mit einem Nachdiplomstudium in Urbanistik und anschließend von 1975 bis 1979 Bauingenieurwesen an der ETH Zürich. 1981 promovierte er an der ETH Zürich. Seit 1980 besitzt Santiago Calatrava ein Büro in Zürich, seit 1989 ein zweites Büro in Paris.

Calatrava bezieht die Inspirationen zu seinen Bauten primär aus natürlichen Formen und Strukturen, lässt aber – bedingt durch sein Ingenieursstudium – auch zahlreiche technische Strukturen einfließen. Die ersten Vorentwürfe seiner Bauwerke zeichnet er oft als grobe Skizzen, die er dann immer weiter verfeinert. Die Skizzen werden in den meisten Fällen auch veröffentlicht. Durch seinen individuellen Stil sind die Werke von Calatrava auf der ganzen Welt wieder zu erkennen.

Zu seinen bekanntesten Bauwerken gehören der Turning Torso in Malmö (1999-2005), der Bahnhof Stadelhofen in Zürich (1983-1990) , der Olympic Sports Complex in Athen (2001-2004), die Petah-Tikva Fußgängerbrücke in Tel-Aviv (1989-2006), der Light Rail Train in Jerusalem (2002-2008), der Lyon-Saint Exupéry Airport in Lyon (1989-1994) oder die "Stadt der Künste und der Wissenschaften" in Valencia.

Neben diversen internationalen Ehrungen wurde Santiago Calatrava im Jahr 1992 die Goldmedaille der Institution of Structural Engineers verliehen; 1999 erhielt er die Ehrendoktorwürde an der italienischen Universität Stugi di Cassino und der schwedischen Lund Universität sowie 2008 einen Doktor Philosophiae Honoris Causa an der Universität Tel Aviv.

Weitere Informationen finden Sie auf seiner Website unter www.calatrava.com

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