Das Etschtal trennt die Brentagruppe vom Hauptmassiv der Dolomiten. Lange Zeit wurde sie gar nicht als Teil des Gebirges wahrgenommen. Doch ihre wilde Schönheit begeisterte schon im 19. Jahrhundert den europäischen Hochadel, der sich zur Sommerfrische in Madonna di Campiglio einfand. Heute ist Madonna einer der bekanntesten italienischen Wintersportorte.
Die Hochtäler der Brenta waren immer bewirtschaftet, aber nie dauerhaft bewohnt. Diese Einsamkeit und Unberührtheit hat für Wanderer und Kletterer einen ganz besonderen Reiz. Und für Braunbären – das ambitionierteste Projekt im Naturpark Adamello-Brenta ist die Wiedereinbürgerung von Meister Petz.
Wie ein Ring liegen viele schöne Täler rings um die Brenta. Urlauber können sich im Norden im Val di Sole einquartieren, im Süden in den traditionellen Sommerfrische-Orten Molveno und Andalo mit dem See von Molveno. Im Osten bieten das Nonstal oder die Orte Spormaggiore und Sporminore gute Einstiege ins Gebirge. Im Westen führt das Val Rendena am Massiv entlang, seine wichtigsten Urlaubsorte sind Pinzolo und Madonna di Campiglio am Pass Campo Carlo Magno. Das Val Rendena trennt die Brentagruppe von der mächtigen Adamello-Gruppe, mit der sie in einem gemeinsamen Naturpark verbunden ist.
Trento, die Provinzhauptstadt des Trentino, ist nah. Auch wenn man es von der Autobahn aus nicht sehen kann: Die einstige Residenz der mächtigen Fürstbischöfe von Trient ist ein Gesamtkunstwerk mit kostbaren Kirchen, Palästen und Kunstschätzen aus mehr als tausendjähriger großer Geschichte.