Bild: Rosa Farina Vergrößern
Bocchette Centrali
Der westlichste Teil der Dolomiten ist nur 40 Kilometer lang und zwölf Kilometer breit. Seine Felstürme wie der Campanile Alto oder der Campanile Basso gehören zu den spektakulärsten Formationen. Legendär der Höhenweg Via delle Bocchette, auf dessen ausgesetzten Bändern Bergsteiger das Massiv der Länge nach durchsteigen. Von den Gipfeln aus sind imposante Nachbarn zu sehen: Adamello und Presanella, sie bilden zusammen mit der Brentagruppe den Naturpark Adamello-Brenta. Im Massiv gibt es kein bewohntes Tal, jedoch fast 30 Hochtäler wie das Val Ambiez, die tief in Gebirgszug schneiden. Befahrbar ist nur das Val di Tovel im Norden. Außer für Kletterfreaks ist die Brentagruppe ein ideales Gelände für Weitwanderer, es gibt viele Längs- und Querverbindungen durch die einsamen Hochtäler. Am Lago di Molveno lassen sich Berg- und Wassersport gut kombinieren. >Tabacco-Wanderkarte 053
Hüttenwandern in Molveno
Von Molveno führt eine Kabinenbahn auf die Hochebene Pradel auf 1320 Metern. Sie ist Ausgangspunkt für eine Reihe von Touren unterschiedlicher Länge, die zu den Schutzhütten im Dunstkreis der höchsten Brentagipfel Cima Tosa und Cima Brenta führen. An der Ostseite der Cima Tosa liegen auf 2486 Metern die Rifugi Pedrotti und Tosa. An der östlichen Seite der Cima Brenta das Rifugio Croz Altissimo, zwischen beiden das Schutzhaus Selvata. Die Hütten sind ihrerseits Ausgangspunkt oder Zwischenstationen auf den Weit- und Rundwanderwegen im Massiv. >Tabacco-Wanderkarte 053
Malga Spora -Tovelsee
Start ist das Dorf Spormaggiore am östlichen Rand der Gruppe. Man folgt dem Weg 302 am Bachlauf bis zu den weiten Almweiden der Malga Spora zwischen dem Massiv des Pizzo Gallino und Doss Fibion. Auf der Alm Malga Spora, die man nach rund dreieinhalb Stunden erreicht, kann man im Sommer übernachten und tags darauf weiterwandern, beispielsweise durch das Val Scura zum Tovelsee. Diese schöne Tour führt zunächst durch das Val di Cavai über die Sella del Montoz zur Mündung des Val Scura auf 2376 Metern. Man steigt dann durch das Tal bergab, lässt die Latschen links hinter sich und gelangt auf ebenem Weg zur Malga Flavona und weiter zum verwunschenen Tovelsee. >Tabacco-Wanderkarte 053
Palete-Weg
Eine der bekanntesten großen Querungen der Brentagruppe ist der Palete-Weg durch ihren nördlichen Teil. Ausgangspunkt ist das Rifugio Grostè auf 2432 Metern oberhalb des Passes Campo Carlo Magno in der Nähe von Madonna di Campiglio. Die Tour ist trotz geringer Höhenunterschiede schwer und hat einige exponierte Stellen, selbst erfahrene Bergsteiger sollten sie sich nur im Sommer vornehmen. Da mit acht bis neun Stunden Gehzeit zu rechnen ist, sollte eine Hüttenübernachtung eingeplant werden. Zwischenstützpunkt ist der Bivacco Pinamonti bei Malga Tasulla, Endpunkt des Wegs das Rifugio Peller. Unterwegs sind mehrere traumschöne Brentatäler zu begehen: Val de le Giare, Val Pestacavre, Val Madris und Val Formiga. >Tabacco-Wanderkarte 053
Val Brenta
Das Tal zum Gebirge versammelt die bekanntesten Gipfel um sich, beispielsweise Crozzon di Brenta, Cima Tosa und Cima Margherita. Die Kulisse der Gipfelprominenz ist von Sant'Antonio di Mavignola im Val Rendena aus zu erwandern. Auf dem Weg 323 geht man zum Rifugio Brenta Alta. Von dort weiter zur Alm Malga Mandron. Zwischen Felsen und Latschen steigt man bis zur letzten Hochtalstufe hinauf und steht dann – nach insgesamt knapp vier Stunden Gehzeit – vor der gigantischen Wand des Crozzon und vor der Brentei-Hütte. >Tabacco-Wanderkarte 053
Val d’Agola
Das Val d’Agola mit seinem wertvollen, seit Jahrhunderten geschützten Wald Cantino und dem lieblichen kleinen See Lago di Valagola in einer Waldlichtung ist ein besonders stimmungsvolles Wandergebiet. Vom Parkplatz Val d’Agola hinter S. Antonio di Mavignola im Val Rendena führt der Weg in einer Stunde zum See. Wer Höhenmeter gewinnen will, steigt weiter auf zum Piano di Nardis und zum Rifugio Dodici Apostoli auf 2489 Metern. Die Gesamtgehzeit beträgt etwas mehr als drei Stunden. >Tabacco-Wanderkarte 053
Valle di Ambiez
Die leuchtend weißen Felsen von Dos Cadimon, Cima Crona oder Dos delle Fratte krönen das Grün der Almwiesen im Valle di Ambiez, durch die Jahrhunderte bedeutend wegen seiner Almwirtschaft. Vom Ortsteile Senaso in San Lorenzo in Banale kommt man auf einem Fahrweg nach rund drei Kilometern zur Dolomiti-Hütte. Ein Saumpfad entlang des Ambiez-Bachs überquert die Brücken Scale, Broca und Paride, bevor er die Cacciatore-Hütte und danach das Rifugio San Lorenzo auf 2450 Metern erreicht. Die Tour an den Fuß der imposanten Cima Tosa, den höchsten Brentagipfel, dauert zwischen vier und fünf Stunden. Ein Jeep-Service verbindet San Lorenzo mit der Al Cacciatore-Hütte. Von den Rifugi aus bieten sich Möglichkeiten für viele weitere Touren. >Tabacco-Wanderkarte 053
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