Bild: Giuseppe Civardi Vergrößern
Bruneck
Bruneck
Altstadt
1256 gründete Fürstbischof Bruno von Brixen die einzige Stadt im Pustertal und ließ sich das wehrhafte Schloss Bruneck auf einen Hügel bauen. An den Sockel des Schlossbergs schmiegt sich die Altstadt von Bruneck, die durch Stadttore im Norden, Süden und Osten zu betreten ist. Schöne alte Häuser von der Gotik bis zur Barockzeit säumen die Stadtgasse, heute eine Flaniermeile mit vielen Boutiquen und Geschäften. Sehr stimmungsvoll ist auch die „Oberstadt“ jenseits des Ragentors. Eine Mariensäule vor dem barocken Palais Sternbach erinnert an die Rettung vor der Pest. Auf den Schlossberg und zur Kirche Maria auf dem Rain führt ein schöner Spazierweg. Im Schloss Bruneck wird Reinhold Messner im Frühjahr 2010 sein vorerst letztes "Messner Mountain Museum"eröffnen, gewidmet den Bergvölkern dieser Welt. Am anderen Ende der Altstadt beginnt der Spaziergang zu einem Waldfriedhof mit Kapelle und Holzkreuzen für die Gefallenen aus allen Ländern der einstigen Monarchie.
Stadtmuseum Bruneck
Sitz des Stadtmuseums sind die restaurierten alten Postställe, in denen die Pferde gewechselt wurden. Im Erdgeschoss zeigt eine ständige Ausstellung spätgotische Werke von Michael Pacher, Friedrich Pacher und dessen Schülern Simon und Veit von Taisten. Moderne Ausstellungen sind im ersten Stock zu sehen, der Themenschwerpunkt ist die Graphik des 20. Jahrhunderts.
39031 Bruneck, Bruder Willram Str. 1,Tel. 0474 553292, www.stadtmuseum-bruneck.it
Volkskundemuseum Dietenheim bei Bruneck
Das Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde ist ein Museum unter freiem Himmel. Zwei Dutzend Gebäude aus alter Zeit rufen vergangene Lebensformen in Erinnerung. Zentrum ist der barocke Ansitz Mair am Hof. Das Herrenhaus präsentiert Hausrat und Gerät, Volkskunst und Devotionalien. Besonders eindrucksvoll sind die alten Bauernhäuser im Freigelände, mit Küchen, Stuben, Schlafkammern, Ställen, Mühlen. Die umzäunten Bauerngärten sind eine Augenweide.
39031 Bruneck, Herzog-Diet-Str. 24, Tel. 0474552087, www.volkskundemuseum.it
Naturparkhaus
An der Straße von St. Vigil nach Pederu fällt am Ortsende das Naturparkhaus in modernem Design auf. In dem außergewöhnlichen Holzbau erfahren die Besucher viel über die Entstehung der Dolomiten, über die Fossilien, das Almwesen und über den Höhlenbären von Conturines, einen seltenen archäologischen Fund. Eine Nachbildung der Bärenhöhle im Untergeschoss zeigt Fundstücke und Filme von den archäologischen Grabungen. Im Obergeschoss ein Terrarium, Mikroskopiertisch und eine Spielecke.
39030 St. Vigil in Enneberg, Tel. 0474 506120, Email: info.fsp@provinz.bz.it
Museum Ladin Ćiastel de Tor
Geschichte und Kultur der Ladiner wurden nie schriftlich aufgezeichnet, umso kostbarer ist die Sammlung des ladinischen Museums in dem trutzigen, um 1230 errichteten Schloß Thurn. Themen sind die Sprache, die Archäologie, die Geologie, die Tourismuswirtschaft und das ladinische Handwerk. Das Museum ist auch ein wichtiges Forschungszentrum für die kleinste ethnische Gruppe Südtirols.
39030 St. Martin in Thurn, Torstraße 65, Tel. 0474 524020, www.museumladin.it
Stiftskirche Innichen
Die romanische Stiftskirche im Zentrum von Innichen ist Südtirols einziger großer Sakralbau aus jener Zeit. Seine Geschichte beginnt im 12. Jahrhundert, Baumeister und Künstler vieler Epochen haben danach ihre Spuren hinterlassen. Einzigartig sind das große romanische Kruzifix, das den Altarraum beherrscht und die Krypta mit wunderschönen Säulen. Sehenswert auch die spätromanischen Kuppelfresken. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Stiftsmuseums, eines historischen Klostergebäudes, das seit dem 16. Jahrhundert unverändert blieb. Die ebenerdigen Räume dienten als Vorratskammern, im Obergeschoß sind der Kapitelsaal, das Bibliothekszimmer, der Archivraum, die Stube und der Arbeitsraum des Bibliothekars und Schulmeisters intakt erhalten geblieben.
39038 Innichen, www.hochpustertal.info
Gustav Mahler-Musikwochen
"Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele ..." schrieb der Wiener Komponist über seine Sommerfrische in Toblach. Zwischen 1908 und 1910 verbrachte er den Sommer auf dem Trenkerhof in Altschluderbach, schrieb dort die "Neunte Symphonie", die unvollendete "Zehnte Symphonie" und "Das Lied von der Erde". Das Komponierhäuschen steht im Wildpark bei Toblach und ist zu besichtigen. Nur auf Anfrage (Tel. 0474 972347) ist Gustav Mahler-Stube zugänglich. Mahlers Werke werden jeden Sommer bei den Gustav Mahler-Musikwochen gespielt.
39034 Toblach, Informationen über die aktuellen Festwochentermine und Programme: www.gustav-mahler.it, über Gustav Mahler in Toblach www.hochpustertal.info, über den Konzertsaal im Kulturzentrum Grand Hotel Toblach www.grandhotel-dobbiaco.com
Naturparkhaus Toblach
Die Sextener Dolomiten und den östlichen Teil des Naturparks Fanes - Sennes - Prags thematisiert das Naturparkhaus im Kulturzentrum Grand Hotel in Toblach. Schwerpunkte sind die Natur- und Kulturlandschaften der beiden Naturparks, ihr geologischer Aufbau und die Kriegsereignisse an der Dolomitenfront.
In der Erlebniswerkstatt kann die Natur riechend und tastend, mit Augen und Ohren neu entdeckt werden. Durch das Gelände hinter dem Naturparkhaus führt der Walderlebnisweg mit den Stationen WaldWunderWelt, Keltisches Baumhoroskop und Baumdorf. Partnerbetriebe des Naturparkhauses in unmittelbarer Nachbarschaft sind die Schaukäserei Drei Zinnen und der Biomassepfad des Fernheizwerks Toblach – Innichen. Jeden Mittwochnachmittag von Juni bis Oktober gegen Anmeldung kostenlose Aktionen für Kinder.
39034 Toblach, Dolomitenstraße 31, www.provincia.bz.it/natur/parks/
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