Wandern

Autor: Isolde von Mersi
Innerkofler

Bild: Stefano Pizzetti Vergrößern

Innerkofler

Geologische Exkursion
Wer sich besonders für die vielfältigen Gesteinsformationen der Dolomiten interessiert, kann von La Villa im Gadertal aus eine acht Kilometer lange Rundtour im östlichen Teil des Naturparks Puezgeisler machen. Auf dem Weg zum Hochplateau der Gardenaccia sind Gesteine wie der Cassianer Dolomit, der rötliche Hauptdolomit und der Ammonitico Rosso zu sehen. Auf der besonders eigenartigen Hochfläche verschiedene Karstformen, Schuttkegel und Schutthalden. Informationen über diesen und weitere Themenwege im Gebiet Alta badia unter www.altabadia.org
>Tabacco-Wanderkarte 07

Heiligkreuzkofel
Das gewaltige, bollwerkähnliche Massiv des Heiligkreuzkofels beherrscht die östliche Seite des Hochabteitals. Beliebtes Wander- und Wallfahrtsziel unter den Steilwänden sind die Kirche und das Hospiz Heilig Kreuz. Die Kapelle wurde 1484 gebaut, im 18. Jahrhundert erweitert kamen der Glockenturm und ein kleines Küsterhaus und ein Pilgerhospiz dazu, das heute ein sehr nettes Gasthaus ist. Vom Tal aus kann man mit den Sesselliften Heilig Kreuz und La Crusc zum Heiligtum hochfahren. Viel lohnender ist es, einen der vielen Wanderwege zu gehen, die von den ladinischen Dörfern St. Leonhard, La Villa, St. Kassian und La Val aus zum Heiligtum führen. Wer sich eine Heimkehrmöglichkeit mit Auto oder Taxi organisiert, kann auch die Gesamtstrecke von einem Ende der Wand zum anderen zu Fuß an einem Tag bewältigen. Im Frühsommer ist der etwa dreistündige Anstieg von La Val nach Heili Kreuz besonders schön. Dann leuchtet das Blütenmeer der Armentarawiesen am Wegesrand in den schönsten Farben.
>Tabacco-Wanderkarte 07

Fanesalm
Ein Klassiker unter den Wanderzielen im Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist die dreistündige Wanderung von Pederü im Rautal auf die Fanesalm. Nach Pederü gelangt man im Auto von St. Vigil aus. Von dort geht es zuerst über den Weg Nr. 7, dann über die Schotterstraße zur Fanesalm mit ihrent Wiesen und Weiden mitten im Fels auf Höhen zwischen 2000 und 2500 Metern. Auf der Alm gibt es zwei Raststationen, das Rifugio La Varella und das Rifugio Fanes, beide sind gemütliche und recht komfortable Hotels. Von dort aus sind noch am gleichen Wandertag kleinere Touren möglich, etwa zum Limosee oder zu den seltsamen Kalksteintreppen des „Parlaments der Murmeltiere“. Für Gipfeltouren auf den Col Becchei oder die Cima Paron sollte eine Übernachtung eingeplant werden. Ein Abstieg von der Alm ist außer über Pederü auch über Capanna Alpina/St.Kassian möglich. Er dauert drei Stunden.
>Tabacco-Wanderkarte 07

Dolomitenhöhenweg Nr. 1
Der älteste und nach Ansicht vieler Berggeher auch schönste Höhenweg der Dolomiten beginnt am Pragser Wildsee und endet in Belluno. Die insgesamt etwa 150 Kilometer zu gehen, dauert neun bis zwölf Tage. Er führt durch die Berggruppen der Pragser und Enneberger Dolomiten, über die Fanes, zum Nuvolàu, zur Croda da Lago. Rochetta, Monte Pelmo, Civetta, Moiazza, Prampèr-Dolomiten und Schiara liegen ebenfalls am Weg. Wer nicht die Kraft oder Zeit für eine so lange Exkursion hat, kann sich an einem Tag zumindest die erste Etappe vornehmen. Sie beginnt am wildromantischen Pragser Wildsee und führt in dreieinhalb bis vier Stunden Gehzeit durch das Hochtal des „Nabigen Lochs“ zur Seekofelhütte. Wegen der schönen Aussicht lohnt sich in jedem Fall der rund zweieinhalbstündige Weitermarsch auf den Gipfel des Seekofels.
>Tabacco-Wanderkarten 031, 07, 024, 025

Rotwandwiesen
Die Rotwandwiesen in Sexten sind vom Ortsteil Moos aus in anderthalbstündiger Wanderung zu erreichen, man kann aber auch bequem mit der Gondelbahn hochfahren und von den Wiesen aus weitere Ziele in Angriff nehmen. Das ist besonders ratsam für Familien mit kleineren Kindern, denn für sie gibt es auf den Rotwandwiesen einen Rundweg (Nr. 19) mit Wildererhöhle, Hexenhütte und vielen Rastplätzen. Ein sonniger Höhenweg führt weiter zum Kreuzbergpass, Gehzeit zwei Stunden, mit tollem Blick auf die Hänge der Nemensalm. Zweieinhalb Stunden dauert der Aufstieg von den Wiesen zu den aussichtsreichen Rotwandköpfen.
>Tabacco-Wanderkarte 010

Friedensweg Paternkofel
Den berühmten Höhenweg rund um den Paternkofel sollten nur trittsichere und erfahrene Wanderer in Angriff nehmen, und das nicht ohne sich vorher bei der Alpinschule Sexten genau informiert zu haben (www.alpinschule-dreizinnen.com). Der Paternkofel war im Ersten Weltkrieg schwer umkämpft: Wie und wo sich die Kaiserjäger und die italienischen Alpini verschanzten, ist auf dem Friedensweg zu sehen.
> Tabacco-Wanderkarte 010

Rundwanderung Kampill
Das malerische Bergdörfchen Kampill ist Ausgangspunkt einer mittelschweren fünfeinhalbstündigen Tour in die herrliche Berglandschaft am Peitlerkofel. Die erste Etappe des Wegs Nr. 4 führt durch Wiesen hinauf zu den Höfen von Serés, einem der charakteristischen Weiler des Gadertals. Von der uralten Höfegruppe geht es weiter zum Kreuzkofeljoch auf 2.340 Metern und zur Schlüterhütte. Anschließend zurück über Bergwiesen bergab zum Seresbach und die Wiesen von Cialnèur. Dann wieder hoch zum Gömajoch auf 2.111 Metern, mit Blick auf den imposanten Felskoloss Peitlerkofel. Von dort Abstieg nach Kampill.
> Tabacco-Wanderkarte 07

Olang – Pragser Wildsee
Sechs Stunden Gehzeit sind zu veranschlagen für den wunderschönen Wanderweg von Olang im Pustertal zum Pragser Wildsee im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Der Weg führt über das alte Heilbad Bergfall zum Lapaduresjoch und zu den in einem geschützten Kessel liegenden Hochalpenhütten auf 2114 Metern. Für den Abstieg zum Pragser Wildsee 1494 Metern folgt man der Markierung 19. Wieder zurück gelangt man von Prags aus mit dem Bus oder Taxi.
>Tabacco-Wanderkarte 031



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