Bild: Luca Boro und Caterina Casot Vergrößern
Tonadico
Cavalese
Banco de La Reson
Unter den Linden im Parco della Pieve steht diese kuriose Parlamentsbank. Am runden Steintisch versammelte sich in alten Zeiten jährlich im August der Comun general, um in Anwesenheit aller Talbewohner die Probleme der Talgemeinschaft zu lösen.
38033 Cavalese
Chiesa dell’Assunta
Die romanisch-gotische Marienkapelle steht im Parco della Pieve. Bei der Restaurierung legten die Denkmalpfleger kostbare Fresken aus dem 15. Jahrhundert frei. Kirchenschmuck sind zudem viele Werke der Fleimtaler Malschule.
38033 Cavalese
Palazzo della Magnifica Comunità
Der prächtige Palast am Hauptplatz ist mit Fresken und Wappen der Talgemeinschaft geschmückt. Über viele Jahrhunderte verbrachten die Fürstbischöfe von Trento im Verwaltungssitz der Talgemeinschaft ihre Sommerferien.
Museo Etnografico del Nonno Gustavo
Die Tabiá von Bellamonte sind besonders schöne Beispiele für die Zimmermannskunst der Ladiner von einst, die selbst ihre Heuspeicher mit viel Sinn für Ästhetik aufzimmerten. Eines dieser Tabiá beherbergt mehr als 300 Jahre Talgeschichte: Es ist Sitz eines ethnographischen Museums, vollgepackt mit Werkzeugen von Holzfällern, Bauern, Schnittern, Käsern, Hufschmieden, Schustern, Tischlern, Fassmachern und Fuhrmännern. Informationen im Hotel Stella Alpina, 38037 Predazzo, Prar de Mont 9, Tel. 0462 576114 und 0462 241111, www.visitfiemme.it
Geologischer Lehrpfad Sentiero Geologico Doss Capèl
Geologischer Lehrpfad Dos Capèl
Das Städtische Museum für Geologie und der Tourismuverband in Predazzo haben den Pfad 1970 angelegt. Seither kann man jeden Sommer – am sinnvollsten als geführte Exkursione rund um den Dos Capèl eine Zeitreise in verschwundene Landschaftsbilder machen, in die Entstehungszeit der Dolomiten, als Meere und Vulkane im wahrsten Wortsinn den Grundstein des Gebirges schufen. Auf einigen geführten Exkursionen werde Fossilien und Mineralien gesammelt. Informationen und Anmeldung im Museo Geologico delle Dolomiti in Predazzo.
38037 Predazzo, Piazza SS. Filippo e Giacomo 1, Tel. 0462 500366
Museo Ladin de Fascia
Das ladinische Museum von Fassa hat seinen Hauptsitz in einem sorgfältig restaurierten Gebäude in Vigo. Dort wird die Geschichte dieser Gegend erzählt und das Leben der Ladiner dokumentiert. Das Museum hat auch eine Reihe von Außenstellen, zum Beispiel die Mühle in Pera, das Faßbindermuseum Botega da Pinter in Moena oder das Sägewerk in Penia. Einen Überblick über die vielen Plätze, an denen man sich mit dem ladinischen Kulturerbe befassen kann, gibt die unten angeführte website des Ladinischen Kulturinstituts.
38039 Vigo di Fassa, Loc. San Giovanni, Tel: 0462 764267, www.istladin.net
Strada dei Formaggi delle Dolomiti Fassa, Fiemme, Primiero
Auf der kulinarischen Reise durch die drei Dolomitentäler lernt man die Käsespezialitäten von 72 Mitgliedskäsereien kennen. Die Käsereien des Val di Fiemme produzieren den „Dolomiti“, den „Fontàl“, den „Valfiemme“. Bekannt ist auch der Ziegenricotta und der „Caprino di Cavalese“, ein Ziegenkäse, der am besten mit Honig aus der Gegend schmeckt. Im Val di Fassa lernen die Gourmets den „Spretz Tsaorì“ kennen, bekannt auch als „Puzzone di Moena“. Jenseits des Passo Rolle, im Tal von Primiero, gibt es frischen oder geräucherten Quark, die Spezialiät „Tosèla“ und ausgezeichnete Almbutter.
38037 Predazzo, Via C. Battisti 4, Tel. 349 5499902, www.stradadeiformaggi.it
Weihnachtskrippen von Tesero
Tesero ist bekannt für die Kunst der Schnitzerei und Holzverarbeitung. In der Weihnachtszeit wird das Dorf mit den schönen alten Fleimstaler Häusern märchenhaft. Dann stellen die Bewohner auf der Piazza Cesare Battist in der Ortsmitte lebensgroße Krippenfiguren auf. Mehr als hundert Krippen können bei der Ausstellung „Krippen in den Höfen“ zwischen Bögen und Gewölben, Gassen und Höfen betrachtet werden. Die Ausstellung „Die Geburt in der Phantasie und in der Volkskunst“ rundet die Krippentage ab.
Tesero, Tel. 0462 814815, 8. Dezember bis 13. Januar
Dokumentationszentrum Stava 1985
Die Geschichte der Bergwerks und der Mineralanreicherungsanlage von Prestaval ist der Ausgangspunkt der Dokumentation der Katastrophe von Stava im Jahr 1985, bei der 268 Menschen ums Leben kamen und eine gewaltige Schlammlawine eine Spur der Verwüstung durch das Tal zog, nachdem der Damm einer Deponie gebrochen war. Ein Film zeigt die Mineralienverarbeitung von Anfang der 1960er Jahre bis zum Dammbruch. Auf einem Flachbildschirm sind Aufnahmen des Stavatals zu sehen, die von einem Hubschrauber aus wenige Stunden nach dem Einsturz der Ablagerungsbecken gemacht wurden. Ein Augenzeuge erzählt, was am Katastrophentag, dem 19. Juli 1985, geschah.
Stava, Email: info@stava1985.it, www.stava1985.it
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