Die Pilger von Santiago
Galicien ist seit über 1000 Jahren auf besondere Weise mit dem Rest von Europa verbunden: Es umschließt Santiago de Compostela und den Küstenort Fisterra, die Endpunkte des Jakobswegs. Früher absolvierten christliche Wanderer die bekannteste Pilgerroute des Kontinents als Buße, heute erlaufen ihn sich die verschiedensten Menschen, um ihre innere Mitte zu finden. Moderne Wallfahrer erreichen die Hauptstadt Santiago traditionell zu Fuß; doch auch zu Pferd und mit dem Fahrrad treffen sie ein, um sich nach einem Besuch bei den Gebeinen des heiligen Jakobs in das Getümmel der Rua de Franco zu stürzen. Hier bieten belebte Bistros Erfrischungen, und urige Restaurants verführen zum Einkehren nach der großen Anstrengung.
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Die Weite des Atlantiks
Das eigentliche Ziel der Jakobspilger ist das Kap von Fisterra, wo sie mit Aussicht auf den tiefblauen Atlantik ihre Kleider verbrennen. Der Ort hat etwas Magisches, wie so viele der kleinen Dörfer an der galicischen Küste. Sie sind seit je der rauen See und dem Wechsel der Gezeiten ausgesetzt.
Weiter südlich, bei Vigo, strahlt auch die Inselgruppe Cíes so einen Zauber aus. Neben den drei Eilanden Monteagudo, Illa do Faro und San Martiño sind hier zig kleine Inselchen ins Meer gesprenkelt, zwischen denen sich eine reiche Unterwasserwelt entwickelt hat. Delfine, Schildkröten und Wale durchstreifen das nährstoffreiche Atlantikwasser, und die Natur schenkt ihren Bewohnern hier besonders delikate Krustentiere und Fische.
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Auf den Spuren der Kelten
Schon in Urzeiten muss Galicien zum Herkommen und Bleiben verführt haben. Die ältesten Spuren menschlicher Kultur in dieser Region datieren auf 25.000 vor Christus; besonders viele Funde gibt es aus der Zeit um 8000 vor Christus zu besichtigen. Zudem lassen sich an die 5000 Hügel erwandern, die während der Zeit der Megalith-Kultur angelegt wurden.
Das keltische Erbe pflegen die Galicier heute noch: Oft spielt man Musik mit Dudelsack, Harfe und Leier, die stark an irische Volksmusik erinnert. Mit ihren Klängen feiert man auch jedes Jahr am 25. Juli den Nationalfeiertag und Namenstag des heiligen Jakob.
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Was man nicht verpassen sollte:
Der „echte“ Jakobsweg: Unter der Kathedrale von Santiago ist ein Stück der alten Römerstraße zu besichtigen, die durch die Stadt führte. An ihr lag das „Compostum“, der Friedhof, nach dem Santiago de Compostela benannt ist.
Tarta de Santiago: Die Mandeltorte, die die Galicier zu Ehren des heiligen Jakob backen, macht süchtig!
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