Bild: Gonstalla/Dürr Vergrößern
Route auf den slowenischen Špik
Wenn man auf der Terrasse eines Cafés in Gozd Martuljek sitzt und direkt hineinblickt in die Nordabstürze des Špik (2472 Meter), dann kann man eigentlich gar nicht mehr anders – dann muss man dort hinauf.
Der Špik, die "Lanzenspitze", kommt dem oft beschworenen Ideal des perfekten Berges ziemlich nahe. Seine Nordwand ist ein gleichschenkliges Dreieck, knapp 1000 Meter hoch, den Kletterern vorbehalten.
Im Westen jedoch hat auch dieses architektonische Schaustück eine Schwachstelle – immer noch steil, immer noch lang, aber dank eines Weges und einiger Versicherungen auch für Wanderer lösbar.
Wildnisfaktor
Etwa 20 Minuten läuft man sich warm, dem sanft ansteigenden Forstweg ins Krnica-Tal folgend. Doch ab dort, wo auf einen Stein mit roter Farbe das Wort "Špik" gepinselt wurde, wird es steil. Sehr steil, fast 800 Höhenmeter lang, bis der Weg den Kacji-Graben – den "Schlangengraben", nomen est omen! – verlässt und über Geröllfelder hin- und herquerend den letzten Aufschwung zum Gipfel erreicht.
Während des Aufstiegs muss man ab und zu an die Felsen greifen. Trittsicher und schwindelfrei sollte man also sein. Dafür steht man nach schweißtreibender Wanderung auf dem schönsten Gipfel der Julischen Alpen.
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Das neue Bookazine "Wilde Alpen" ist ab sofort erhältlich im Zeitschriftenhandel.
Zeit: 8 Stunden
Höhenmeter: +/- 1600
Kartenempfehlung: Freytag & Berndt, Julische Alpen, 1:50000
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Bildband-Tipp: Wilde Alpen
Bergfotograf Bernd Ritschel und Autor Tom Dauer nehmen die Leser mit auf ihre Touren in sechs Alpen ländern — von den absoluten Highlights bis zu unbekannten Orten jenseits der Touristenpfade. mehr...
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