Bild: Gonstalla/Dürr Vergrößern
Route über den knapp 3000 Meter hohen "Kirchenhügel" und die Seenplatte des Schweizerischen Nationalparks
Lang ist der Aufstieg von Zernez auf den Munt Baselgia, den "Kirchenhügel", dessen höchster Punkt 2.945 Meter erreicht. Doch die vier Stunden, die man von ganz unten nach ganz oben unterwegs ist, sind abwechslungsreich – und vor allem wird die Sicht auf die Eisriesen der Bernina-Gruppe mit jedem Meter spektakulärer.
Mit dem Anblick einer weiteren Naturschönheit belohnt wird der Wanderer, sobald er den Abstieg beginnt. Über die Fuorcletta da Barcli und steile Geröllfelder geht es hinunter zur Seenplatte von Macun, mitten im Schweizerischen Nationalpark gelegen: 23 kristalline Seen, die wie grünblaue Augen im grauen Felsenrund leuchten.
An ihnen vorbei führt der Weg in vielen Serpentinen hinab nach Lavin – von dort geht es mit der Rhätischen Bahn zurück nach Zernez.
Wildnisfaktor
Rund um die Seenplatte von Macun ist die Chance groß, eines der vielen dort heimischen Murmeltiere beobachten zu können.
Einer Sage nach lebten am Lai Grond, einem der vorderen Seen, früher eine große Anzahl Zwerge. Sie stiegen abends ins Tal, um Blätter zu sammeln, aus denen sie Sterne schmiedeten. Lange Zeit kamen Zwerge und Menschen gut aus, bis sich Letztere tückisch veränderten – und plötzlich in der Lage waren, durch ihren Blick Zwerge in Murmeltiere zu verwandeln. Wenn einer der verwunschenen, pelzigen Zwerge nun Menschen erblicke, richte er sich hoch auf und pfeife einen schrillen Ton – um seine Sippe zu warnen.
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Das neue Bookazine "Wilde Alpen" ist ab sofort erhältlich im Zeitschriftenhandel.
Zeit: 8 Stunden
Höhenmeter: +1500 / -1600
Kartenempfehlung: Landeskarte der Schweiz, Unterengadin, Blatt 5017, 1:50000
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Bildband-Tipp: Wilde Alpen
Bergfotograf Bernd Ritschel und Autor Tom Dauer nehmen die Leser mit auf ihre Touren in sechs Alpen ländern — von den absoluten Highlights bis zu unbekannten Orten jenseits der Touristenpfade. mehr...
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