Bild: Gonstalla/Dürr Vergrößern
Die Route im österreichischen Verwall
Nördlich von St. Anton (1300 Meter) liegt der Arlberg – international bekannt als winterliches Tiefschnee-Dorado. Viel weniger bekannt ist dagegen, dass südlich der Ski-Hauptstadt die Verwallgruppe mit einsamen Talwanderungen und Gipfelanstiegen auf Besucher wartet.
Ein relativ einfacher und direkter Zugang in die karge Gebirgslandschaft verläuft durch die bewaldete Rosannaschlucht, in der man oft Kanuten im Wildwasser beobachten kann. Nach der Schlucht folgt der Weg dem ursprünglich gebliebenen Verwalltal, zunächst durch einen lichten Bergwald, später über offene Almen, bis man schließlich die Konstanzer Hütte (1710 Meter) erreicht.
Verkürzen lässt sich der Anstieg, indem man von St. Anton mit dem Auto bis zum Rasthaus Verwall (1445 Meter) fährt. Zwischen neun und 18 Uhr allerdings ist die Straße für Autos gesperrt.
Wildnisfaktor
Bis weit in den Frühsommer hinein ist der Weg durch das Verwalltal von hohen Lawinenkegeln gesäumt, die daran erinnern, dass man in einer exponierten Landschaft unterwegs ist.
Es empfiehlt sich, eine Nacht in der Konstanzer Hütte zu bleiben (hervorragende Küche!) und am folgenden Tag zum abgeschiedenen Langer See aufzusteigen (eine Stunde). Von nirgendwo sonst ist der Blick auf den Patteriol (3056 Meter) – das "Matterhorn der Ostalpen" – ähnlich spektakulär.
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Zeit: 3 Stunden ab St. Anton; 1 Stunde 40 Minuten ab Salzhütte (bis Konstanzer Hütte)
Höhenmeter: +/- 450 (bis Konstanzer Hütte)
Kartenempfehlung: Freytag & Berndt, Arlberggebiet / Paznaun / Verwallgruppe, Blatt WK 372, 1:50000
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Bildband-Tipp: Wilde Alpen
Bergfotograf Bernd Ritschel und Autor Tom Dauer nehmen die Leser mit auf ihre Touren in sechs Alpen ländern — von den absoluten Highlights bis zu unbekannten Orten jenseits der Touristenpfade. mehr...
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