Zillertaler Alpen: In eisigen Höhen

Artikel vom 18.10.2012  —  Autor: Tom Dauer  —  Bilder: Bernd Ritschel
Alpentouren Italien Route

Bild: Gonstalla/Dürr Vergrößern

Route am Hochferner zum Günther-Messner-Biwak

Man zähle die Kehren, in denen sich die Straße hinauf zum Pfitscher Joch windet, und halte an der fünften (2054 Meter). Dies ist der Ausgangspunkt für die eineinhalbstündige Wanderung zum Günther-Messner-Biwak (2429 Meter).

Der Weg dorthin lässt sich nicht verfehlen: Man folgt ihm einfach immer weiter hinein ins Tal, an dessen Ende die Gipfel der Zillertaler Alpen hufeisenförmig aufgereiht sind.

Vor diesem imposanten Rund steht eine gelbe Blechhütte, die "Günther-Messner-Biwakschachtel" – benannt nach dem 1970 am Nanga Parbat (8125 Meter) im Himalaja tödlich verunglückten Bruder Reinhold Messners.

Wildnisfaktor

Die Behelfsunterkunft, eingerichtet mit Matratzen, Decken und Kochgerät, bietet Platz für neun Personen. An schönen Wochenenden kann es aber durchaus vorkommen, dass sich mehr Menschen darin drängen.

Die meisten von ihnen kommen, um über die steile Nordwestwand des Hochferner (3470 Meter) zu klettern – eine Eisroute, die wie viele andere Wände der Alpen unter der Klimaerwärmung leidet. Dennoch bietet sie einen imposanten Anblick. Und das Schöne daran ist, dass man selbst ohne alpine Vorkenntnisse in etwa zehn Minuten bis fast an ihren Fuß wandern kann.

Ist das Biwak nicht komplett von Bergsteigern belegt, sollte man ruhig eine Nacht darin verbringen. Und die nächtliche Stille des Hochgebirges genießen.

Wilde Alpen Bookazine Cover

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Das neue Bookazine "Wilde Alpen" ist ab sofort erhältlich im Zeitschriftenhandel.

Zeit: 1 Stunde 30 Minuten
Höhenmeter: +/- 380
Kartenempfehlung: Tabacco, Hochfeiler / Pfunderer Berge, Blatt 037, 1:25000

Die vollständige Sammlung aller Touren finden Sie im neuen Bookazine "Wilde Alpen", erhältlich im Zeitschriftenhandel.


(NG, Heft Collector's Edition No. 15 / 2012, Seite(n) 84)

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