Als Andrew Stanton sich daran machte, einen Kinderfilm zu entwickeln, der im Ozean spielt und «die wahren Regeln der Natur » getreulich wiedergeben sollte, brauchte er vor allem eines: den idealen Fisch für die Hauptrolle. Er durchforstete Bildbände mit Meereslebewesen, und irgendwann stieß er auf ein Foto mit zwei Fischen, die aus einer Seeanemone herauslugten. «Es fesselte mich sofort», sagt Stanton.
Kleine, bunte Fische in ihrem natürlichen Versteck: «Und dann nennt man sie auch noch Clownfische – es war perfekt.» Stanton hatte seinen Star. Der Film „Findet Nemo“ bekam 2003 einen Oscar für die beste Animation, und durch die Abenteuer des putzigen Flossenträgers lernten Millionen Kinder auf der ganzen Welt ein großartiges tropisches Ökosystem kennen: das Korallenriff und seine Bewohner.
Das Farbenspektrum der Clownfische reicht von einem tiefdunklen Rötlichbraun bis zu grellem Orange, Rot und Gelb. Schwarze oder weiße Linien lassen an die Gesichtsbemalung der Spaßmacher im Zirkus denken. Und wenn die Fische zwischen den Nesseltentakeln einer Seeanemone hin und her schießen, fühlt mancher sich an den Tanz der Schmetterlinge auf einer Blütenwiese erinnert.
29 Arten von Clownfischen leben an Korallenriffen zwischen Ostafrika und Französisch-Polynesien, von Japan im Norden bis hinab an die Ostküste Australiens. Vor der Küste Neuguineas kann man mit Glück und einem guten Führer bis zu sieben Arten an einem einzigen Riff beobachten. Die 29. Art, Amphiprion barberi, entdeckte erst kürzlich Gerald Allen, ein Biologe am Western Australian Museum, bei einem Tauchgang vor den Fidschiinseln. Damit hat allein er sieben Arten von Clownfischen entdeckt. «Amphiprion barberi ist wunderhübsch», schwärmt Allen: «Orange und glühend rot.»
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