Fotostrecke: Der Mythos „Titanic“

Der Bug der „Titanic“

Bild: Walden Media

Der Bug der „Titanic“

Der Bug der „Titanic“ liegt in rund 4000 Meter Tiefe. Wie hier sah ihn James Cameron bei einer Tauchfahrt 2001. Das Schiff sank, nachdem die Kollision mit dem Eisberg mehrere wasserdichte Abteilungen aufgerissen hatte. Einen Frontalzusammenstoß hätte der Ozeanriese wohl überstanden.

Schraube der „Olympic“

Bild: Collection Harland and Wolff, National Museums Northern Ireland, Ulster Folk & Transport Museum

Schraube der „Olympic“

Die „Olympic“ ist das fast baugleiche Schwesterschiff der „Titanic“. Ihre Schrauben lassen die Werftarbeiter in Belfast winzig erscheinen. Von der „Titanic“ gibt es nur wenige Fotos – aber dieses Bild vermittelt einen Eindruck von der Dimension dieser Luxusliner.

Heck der Titanic

Bild: 2012 RMS Titanic, a subsidiary of Premier Exhibitions, Inc, Inc. Produced by AIVL, Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI)

Heck der Titanic

Das zerschundene Heck liegt 600 Meter südlich des häufiger fotografierten Bugs. Das Ruder steckt im Sediment, zwei Schrauben ragen heraus. Dieses Bild ist aus 300 hochaufgelösten Fotos zu­ sammengesetzt, die bei einer Expedition im Jahr 2010 aufgenommen wurden.

Maschinen der „Titanic“

Bild: 2012 RMS Titanic, Inc. Produced by AIVL, WHOI

Maschinen der „Titanic“

Zwei Maschinen der „Titanic“ liegen im Heck frei. Sie sind von Rostzapfen überwuchert: orangefarbenen Stalaktiten, die von eisenzersetzenden Bakterien gebildet werden. Die vier Stockwerke hohen Dampfmaschinen trieben das zu jener Zeit größte technische Fahrzeug an.

Anker der „Titanic“

Bild: Walden Media

Anker der „Titanic“

Ein 15 Tonnen schwerer Anker voller Rostzapfen hängt von der Backbordseite der „Titanic“. Er wurde nie benutzt. Bei Aufenthalten in Cherbourg (Frankreich) und Queenstown (Irland) kam nur der Anker an Steuerbord zum Einsatz. Ein Teil der Reling liegt halb im Sediment.

Promenadendeck der „Titanic“

Bild: Discovery Channel, Mosaic by Ken Marschall

Promenadendeck der „Titanic“

Die Scheinwerfer des Tauchboots wer­fen ein fahles Licht auf das Promena­dendeck der ersten Klasse. Es sah einst so aus wie auf dem Schwesterschiff „Olympic“. Bevor die „Titanic“ sank, wurden die Fenster geöffnet, um an die Rettungsboote zu gelangen. Der Millionär John Jacob Astor IV. half seiner 18 Jahre alten Ehefrau ins Boot 4. Er selbst kam ums Leben.

Promenadendeck der „Olympic“

Bild: Collection Harland and Wolff, National Museums Northern Ireland, Ulster Folk & Transport Museum

Promenadendeck der „Olympic“

Das Promena­dendeck des Schwesterschiffes „Olympic“.

Rettungsbootstation der „Titanic“

Bild: Walden Media

Rettungsbootstation der „Titanic“

Ein einziger Davit ist oberhalb des Promenadendecks erhalten. Zwei solcher kleinen Kräne waren notwendig, um ein Rettungsboot zu Wasser zu lassen. Mit diesem wurde das zusammenklappbare Boot „C“ ausgesetzt – damit brachte sich J. Bruce Ismay, der Direktor der Reederei White Star Line, in Sicherheit.

Rettungsbootstation der „Olympic“

Bild: Avery Historical Museum

Rettungsbootstation der „Olympic“

Hier die Davits der „Olympic“ (mit zwei Rettungsbooten).

Türkisches Bad der „Titanic“

Bild: Discovery Channel, Mosaic by Ken Marschall

Türkisches Bad der „Titanic“

Keramikkacheln, eingefasst in Teak­holz, schimmern im Badebereich der ersten Klasse. «Zum ersten Mal sehen wir, was den Passagieren im Jahr 1912 geboten wurde», sagt Ken Mar­schall. Der Künstler schuf Ansichten der versunkenen Innenräume, indem er zahlreiche Videobilder zusammen­fügte.

Türkisches Bad der „Olympic“

Bild: Byron Collection, Museum of the City of New York

Türkisches Bad der „Olympic“

Hier der orientale Prunk im Badebereich der „Olympic“.

Luxussuite der „Titanic“

Bild: Discovery Channel, Mosaic by Ken Marschall

Luxussuite der „Titanic“

Eine vergoldete Uhr steht noch auf dem Kamin in der Suite des Ehepaars Straus. Isidor Straus, einer der Eigentümer des New Yorker Kaufhauses Macy’s, und seine Frau Ida starben gemeinsam, nachdem sie sich geweigert hatte, sich ohne ihn retten zu lassen. Sein Leichnam, in einen pelzgefütterten Mantel gehüllt, wurde gefunden.

Luxussuite der „Olympic“

Bild: Collection Harland and Wolff, National Museums Northern Ireland, Ulster Folk & Transport Museum

Luxussuite der „Olympic“

Hier ein ähnlicher Raum der Luxusklasse auf der „Olympic“.

Die „Titanic“ im Hafen von Southampton

Bild: Collection Harland and Wolff, National Museums Northern Ireland, Ulster Folk & Transport Museum

Die „Titanic“ im Hafen von Southampton

Ein Schlepper begleitet die „Titanic“ aus dem Hafen von Southampton. Fünf Tage später lag dieses Symbol von Fortschritt und Wohlstand auf dem Grund des Nordatlantik. «Es ist eine Geschichte, die uns nie loslassen wird», sagt der Forscher Robert Ballard.

Bullauge der „Titanic“

Bild: Courtesy RMS Titanic inc., Mark Thiessen

Bullauge der „Titanic“

Das Bullauge ist eines von mehr als 5000 Objekten der „Titanic“, die man rund um das Wrack gefunden hat. Es wurde aus dem Rumpf gerissen, als sich dessen Stahlplatten verbogen.

Taschenuhr

Bild: Mark Thiessen, NGM Staff

Taschenuhr

Stellte ihr Besitzer diese silberne Taschenuhr in Vorfreude auf eine glückliche Ankunft bereits auf New Yorker Ortszeit?

Melone

Bild: Mark Thiessen, NGM Staff

Melone

Diese Melone aus gefilztem Kaninchenhaar gehörte wohl einem Geschäftsmann. Solche Hüte waren Attribute der oberen Mittelschicht.

Die erste Gesamtansicht des legendären Wracks

Bild: 2012 Rms Titanic, Inc; Produced By Aivl, Whoi. Modeling by Stefan Fichtel

Die erste Gesamtansicht des legendären Wracks

Der Bug (Modell rechts) in einer nie zuvor gesehenen Darstellung (oben). Die Bilder bestehen jeweils aus 1500 hochaufgelösten und digital bearbeiteten Fotos. Die Ansicht der Steuerbordseite zeigt, dass der Rumpf knickte, als die „Titanic“ mit dem Bug voran auf den Meeresgrund prallte und im Schlamm stecken blieb. Die vom Eisberg gerissenen Lecks konnten nicht mehr lokalisiert werden.

Das zerschmetterte Heck der „Titanic“

Bild: 2012 Rms Titanic, Inc; Produced By Aivl, Whoi

Das zerschmetterte Heck der „Titanic“

Das zerschmetterte Heck, von der Seite (oben) und von oben aufgenommen. Diese Bilder bezeugen die gewaltigen Kräfte, die auf den Rumpf einwirkten, während er auf den Grund sank. Selbst für erfahrene Experten ist die Analyse dieses deformierten Stahlhaufens eine einzigartige Herausforderung.